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> Ich habe Ihr Posting zum Thema
Medi-Zweischlauch-Automat im rec.tauchen.de gelesen. Ich interessiere mich sehr für die
Erfahrungen
1. Der Regler ist sehr angenehm (weicher Einsatz) zu atmen und ist sehr
vereisungssicher. Die Ausatemluft stört überhaupt nicht, da sie hinter dem Kopf weggeht.
Das Ausatemgeräusch ist auch deutlich leiser.
Der Atemwiderstand ist aber lageabhängig (Kopfstand bis waagerecht: sehr schwergängig,
leichte Schräglage mit Kopf oben: ideal, Rückenlage: schiebend) --> üben. |
Rückenschwimmen an der Oberfläche (mit
1-Schlauchregler sehr beliebt) führt zum starken Abblasen, also doch mal wieder
Schnorchel mitnehmen für das Zurückschwimmen zum Boot!
2. Man braucht ev. einen 2. Regler für Inflator, Fini,
Sicherheit. Ist aber kein Problem, wir hatten ihn mit T-Stück auch schon in Ägypten und
Kroatien mit auf dem Boot (siehe heutige Nutzung).
3. Ersatzteile sind praktisch nicht mehr beschaffbar, selber basteln ist angesagt. Außer
den Gummiteilen geht aber nichts kaputt. Wartung muss man wohl auch selber machen.
4. Reglerwechsel muß geübt werden, ausblasen des Faltenschlauches ist etwas
gewöhnungsbedürftig (siehe unten).
5. Mein Sohn und ich (jeder hat einen) wollen ihn nicht mehr missen, waren damit auch
schon unter 40m. |
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 Die Atemspende vom Kompaktregler ist nicht ganz so
einfach und die Bilder rechts wohl mehr theoretisch. Am besten geht's, auch nach eigener
Erfahrung, wie im Bild links. Beide schwimmen seitlich, der Spender mit dem
Ausatemschlauch nach unten.
Realistisch für uns heute ist die Benutzung eines Einschlauch-Reglers als Zweitregler,
aus dem dann auch die Atemspende an einen Partner erfolgen kann, der nicht mit
Kompaktreglern trainiert hat.
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> Ist der
Atemwiderstand sehr groß, verglichen mit den heutigen Automaten ??
Das ist der zentrale, immer wiedergekäute Aspekt der Doppelschlauch-Verächter (neben
der Einsetzbarkeit in der heutigen Technikumgebung). Aber es ist natürlich richtig, für
eine gute Atemarbeit muss der Taucher hier ein bisschen tun und mitdenken, dafür genießt
er aber die o.g. Vorteile.
Ein Zweischlauchautomat atmet sich einfach anders, wie aus einem dicken Rohr. Der
Widerstand ist schon höher, aber in erster Linie ist die Lageabhängigkeit nur
gewöhnungsbedürftig und kein prinzipielles Problem. Man kann/muss etwas für leichteres
Atmen tun. Auch das Ausatmen geht prinzipbedingt schwerer, da das bewegte Luftvolumen
(Schlauch und Ausatemkammer) wesentlich größer als in der zweiten Stufe des
Einschlauch-Automaten ist. |
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Wenn Ihr also mal einen älteren Taucher seht, der sich wie ein Aal
durch's Wasser windet, sich also im Rhythmus seiner Atemzüge ständig leicht um die
Körperlängsachse dreht, könnt Ihr sicher sein, einen gelernten Zweischlauch-Taucher zu
sehen. Er bemüht sich, beim Einatmen den Membrantopf tiefer zu bringen, damit der Regler
leichter Luft gibt und beim Ausatmen höher, damit der Druckunterschied hilft.
Das ist aber, um Neptuns Willen, bei guten Kompaktreglern NICHT zwangsweise erforderlich!
In der Routine vergisst man ihre Anwesenheit genauso wie die der modernen Automaten. |
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Nochmal, der Zweischlauch-Regler sollte für einen niedrigeren
Atemwiderstand deutlich niedriger und dichter am Körper (an der Lunge) hängen, als man
das vom Einschlaucher gewöhnt ist. Es sollte also etwa so aussehen wie im linken Bild
(und auch so bleiben, also Schrittgurt!).
Rechts ist zwar ein schönes Werbefoto, aber beim Tauchen würde der Junge wohl mehr
keuchen als nötig. Aber das sind wir ja von der Werbung gewöhnt ;-) |
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> Können Sie mir den Automaten
empfehlen oder soll ich besser auf den Kauf verzichten ??
siehe oben, er sollte aber nicht mehr als 150 Euro kosten (Hydromat, Gummiteile i.O.).
Wenn Du Freude am Experimentieren hast, kauf ihn Dir, es macht einfach Spaß!
> Wie sieht es eigentlich mit den Wartungsintervallen aus?
Bei der Marine wurde er einmal im Jahr gewartet. Ich mach's immer am Saisonende (im
Winter tauchen wir nicht).
> Ich möchte eigentlich nicht selber an dem Ding
rumschrauben, sondern es lieber in der Tauchschule machen lassen, allerdings habe ich dort
noch nicht gefragt, ob die so ein nostalgisches Stück Technik warten können......
Mmh, eigentlich ist es ein "Selbstschraubregler" für Leute, die Spaß dran
haben. Aber es ist alles schön groß, und es ist kein Spezialwerkzeug nötig. Man kann so
richtig verstehen, wie ein Regler funktioniert.
Wenn Du ihn an einen professionellen Schrauber geben willst/mußt, wird der wohl erstmal
schlucken. Aber wenn er's interessiert und preiswert machst, kannst Du auch mit jedem
anderen Regler zu ihm gehen.
Aus Haftungsgründen rate ich Dir natürlich ab, selbst Hand an den Regler zu legen!!! |

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> Was ist das denn für ein T-Stück,
was Du ans Ventil gesetzt hast? Einen zweiten Automaten aus Sicherheitsgründen
mitzunehmen ist eine gute Sache, zumal das Fini ja auch irgendwo dran muss.
Ja, Fini und Inflator. Solche T-Stücke gibt's für etwa 70DM im Handel. Sie dienen
einfach dazu, aus einem 5/8"-Abgang zwei zu machen. Wenn Du natürlich schon 2
Abgänge an Deiner Flasche oder an der Brücke hast, brauchst Du's nicht.
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> Das T-Stück,
wie sieht das aus ?? Zeigen bei diesem Stück beide Ausgänge zum Taucher, denn bei einem
normalen T-Stück stehen die Abgänge seitlich vom Ventil weg, das geht aber bei einem
Zweischlauchautomaten gar nicht, da die Schlauchführung sonst annähernd unmöglich ist
oder täusche ich mich??
Du drehst die Flasche um 90° im Gurt, schraubst das normale T-Stück dran und
schraubst an das Gewinde, was auf Deinen Kopf zeigt, den Medi. An das nach hinten zeigende
Gewinde kommt der 2. Automat, geht prima. Schlauchführung hängt natürlich vom Automaten
ab. Bei meinem Cyclon geht alles schön nach unten. Das Gerassel steht natürlich ein
bißchen weiter vor, aber in engen Höhlen wirst Du ja damit nicht tauchen.
> Wie sieht es mit der Lagerung des Medi's aus? Da ich den
Automaten nicht so oft benutzen werde wie meinen M5 Polar, wird er öfters längere Zeit
im Keller bis zum nächsten Einsatz ausharren müssen. Ist dabei irgendwas zu beachten?
Die Gummiteile sind gefährdet. Er sollte nur getrocknet in die Kiste gelegt werden.
Alle Gummiteile sollten etwas Talkum (Babypuder geht auch) bekommen.
> Warum ist es gewöhnungsbedürftig einen
Zweischlauchautomaten auszublasen?
Du musst den Faltenschlauch leer kriegen, der ja ein wesentlich größeres Volumen als
der Innenraum Deiner zweiten Stufe am 1-Schlauch-Automaten hat.
Dazu dreht man den Körper am besten so, dass der Ausatemschlauch nach unten hängt und
das Wasser sich damit im unteren Bogen sammelt.
Da das Mundstück in dieser Lage schon frei ist, kann man in Ruhe atmen, hat also keine
Eile ;-)
Wenn der Regler Richtungsventile im Mundstück hat (wie z.B. MEDI Hydromat und Royal
Mistral), reicht eigentlich dann schon ein kräftiger Atemstoß, um das Wasser
rauszupressen.
In der Ausbildung wurde das noch soweit getrieben, dass das Wasser fast allein aus dem
Ausatemventil lief. Man drehte sich dazu voll um die Längsachse, half kurz vor der
Rückenlage mit einem Ausatmer nach und drehte sich dann einfach weiter bis in die normale
Schwimmlage.
Mit einem Mundstück ohne Ventile (z.B.
MEDI 713 und Mistral) war das schon die notwendige Methode, und wir haben das in unserer
pseudomilitärischen Ausbildung auch bis zum Erbr... geübt, so dass man sich schon
automatisch rollte, wenn Wasser beim Einatmen mitkam. |
Man muss sich auch bewusst machen, dass es keinen Spülknopf
an dem Mundstück gibt/geben kann. Neben der Methode oben haben wir natürlich auch
geübt, das Mundstück auszutrinken. Denn man kann eben nicht in jeder Situation solche
Rollereien machen.
Bei der Wechselatmung (siehe Bild ganz oben) wurde deshalb auch das
Mundstück mit der Öffnung nach unten gedreht (was man auch mit dem 1-Schlauch-Regler so
machen sollte) und mit dem Daumen weitgehend verschlossen. Und der Rest wurde eben
getrunken.Eine weitere beliebte (und notwendige Übung) war auch die Wiederbenutzung
eines verlorenen Mundstücks, die aber eigentlich nur für ventillose Mundstücke
kritisch war (sonst nur ausblasen wie oben), weil dort auch der Einatemschlauch voll
Wasser lief. Man bediente sich einfach der Druckdifferenz zwischen Reglermembran und
Mundstück, um den Einatemschlauch auszublasen, indem man sich auf den Rücken drehte (3)
und dann das abblasende Mundstück wieder in den Mund steckte (4A). Wenn das nicht reichte
und immer noch Wasser im Schlauch schnörfelte (was man auch durch geschicktes Drehen wie
oben gezeigt entfernen konnte), streckte man das Mundstück möglichst weit nach oben, um
das Abströmen zu verstärken (4B). |
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> Ich habe so einen alten Zweischlauchregler
und würde ihn gern verkaufen. Was kann man denn dafür verlangen?
oder
> Ich möchte mir gerne so ein altes Stück kaufen. Was muss man denn dafür anlegen?
Ich habe einige Jahre die Verkäufe bei e...y beobachtet und die Ergebnisse hier zusammengestellt.
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