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Zweischlauch-Regler oder auch Kompaktregler,
so genannt, weil alle Regelei (1. und 2. Stufe oder auch nur eine Stufe) kompakt in einem
Gehäuse vereinigt ist, waren die ersten breit eingeführten Atemregler für das autonome
Schwimmtauchen (SCUBA). Der links abgebildete Regler ist der legendäre CG45, der 1945 von Cousteau und Gagnan als erster alltagstauglicher Regler auf den Markt gebracht wurde. |
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Der 2-Schlauch-Regler (Kompaktregler)
Hydromat 62004 ist ein Produkt des VEB Medizintechnik Leipzig (MEDI,
Einführung 1963) und wurde bis in die 80er Jahren breit in der Volksmarine, der NVA und
der GST in der DDR eingesetzt, meist an den Hydromat-PTGn 6202x mit einer, zwei oder drei
7-l-Pressluftflaschen (Verbindungsbrücken, HD-Abgang für Finimeter in ein Flaschenventil
integriert, meist an dieser Flasche auch Reserveschaltung, Begurtung an den
Flaschenschellen).1966 wurde die zweite Stufe nochmal überarbeitet (siehe Querschnittsbilder unten). Erst in der letzten Edition (etwa 1980) ist noch ein verbessertes Modell gefertigt worden, das um einen drehbaren Mitteldruck-Port erweitert worden war (siehe auch Bilder unten), um einen Inflator und/oder Zweitregler anzuschließen. Die Konfiguration bediente (zunächst) keinen Inflator, verwendete Trockentauch-Anzüge (z.B. Pinguin) wurden ohne(!) Lufteinlassmöglichkeit betrieben, so daß Mitteldruckabgänge nicht nötig waren (Auah!). |
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Tarierhilfen wurden ebenfalls kaum verwendet, da Neopren als Wärmeschutz (und mit
Auftrieb) ohnehin wenig zur Verfügung stand. Der Hydromat ist Nachfolger des legendären 1-stufigen 2-Schlauch-Reglers MEDI 713, genannt der Saugnapf. 1970 wurde die Familie durch den 1-Schlauch-Regler Hydromat 66 (62017) ergänzt, der die Atemqualitäten und Robustheit des kompakten 2-Schlauch-Reglers aber nicht erreichen konnte. |
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Der Hydromat 62004 ist ein membrangesteuerter kompensierter 2-stufiger
Regler mit kompakter 1. und 2. Regelstufe. Er ist mit einem DIN-Anschluss 5/8inch für
200-bar-Flaschen versehen. Achtung! Der Hydromat-Regler von MEDI hat keine TÜV-Zulassung und kein CE-Zeichen nach EN. Vor seiner Nutzung muß hier also ausdrücklich gewarnt werden. Es besteht akute Lebensgefahr! |
![]() Ältere Bauform mit etwas anders aufgebauter 2. Stufe (1963-66) Klick auf's Bild zeigt Querschnitt und Foto |
![]() Äußerlich waren kaum Unterschiede zwischen der alten (Bild oben) und neuen Version zu erkennen. Die älteren Regler hatten die Prägung MEDI im Deckel und
waren hochglanz-verchromt, |
![]() Meist produzierte Ausführungsform 62004 G01 (1966-82) |
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Auch bei einem 2-Schlauch-Automaten oder besser Kompaktregler sind
Schläuche, Ventile,... von einiger Wichtigkeit für das Wohlbefinden von Automat und
Taucher. Die Einatemluft gelangt über einen Faltenschlauch, der an Backbord an ein massives Metall-Mundstück (1) geschraubt wird, zum Taucher. |
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Royal |
Hydromat |
Mistral |
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| Der Falten-Schlauch ist etwa 50cm lang, die beiden Enden haben gleiche Durchmesser von etwa 25mm (~1inch). Die Original-MEDI-Schläuche haben relativ grobe Falten und sind ziemlich steif. Man kann sie problemlos durch die feinrippigen Schläuche des Aqualung Royal Mistral ersetzen, wodurch das Mundstück angenehmer zu halten ist, es ist aber halt nicht das Original... | ||||
![]() Das Mundstück enthält zwei gleichsinnig geschaltete
Tellerventile (2, Aquastopp). Die Ventile erhöhen den Ein- und Ausatem- Widerstand etwas, ohne sie würde aber die Gefahr bestehen, die eigene Ausatemluft wiederholt und so mit steigendem CO2-Anteil einzuatmen (Pendelatmung). Zum anderen wird durch sie verhindert, dass der Einatemschlauch voll Wasser läuft, wenn man das Mundstück aus dem Mund nimmt. |
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Statt des Mundstücks kann auch eine Vollgesichtsmaske
eingesetzt werden, in die man allerdings, unbedingt Ein- und Ausatemventil einbauen
sollte. |
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| Die VGM sitzt sehr gut, hat in der Standardausführung allerdings kein Klappfenster. Also Aufdrehen der Flaschenventile nicht vergessen ;-)) | ||
Die Ausatemluft wird aus dem Mundstück
nach Steuerbord über einen zweiten Schlauch zur Oberschale des Reglers zurückgeführt,
wo sie das Reglergehäuse erwärmt und über ein Entenschnabelventil mit nicht störenden
Blasen nach oben entweicht. |
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Hauptseite -> Technik --> Seitenanfang Letzte Änderung: 04.01.2009