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Diskussion: Selbstbau von Ausrüstung


Beschaffung von Bastelbedarf

Werke anderer Bastler:
- Änderungen an Jackets und Reglern
- Flaschen reinigen und lackieren
- Schwimm-Schnorchel
- Flossenbänder aus Edelstahl-Federn

- Hosenträger-Bleigurte
- Bleigewichte selbst gießen
- Strömungshaken
- Rotfilter für UW-Kamera

- Schalldämpfer für Kompaktregler
- Navigations"brett"
- Kamerahalter
- Mitteldruck-Manometer
- Rentnerleiter

Präwendisches Basteln

Meine Basteleien: wpe6.jpg (3073 Byte)
(1)
- Akkutank-Lampen

- anderer Lampenkopf - Versuch
- Mundstück für Kompaktregler
- Gewichte für Faltenschläuche
- Blasenabweiser für Mundregler
(2)
- Maske mit optischen Spar-Gläsern
- Navibrett Lite
- Armkonsole
- Überström-Verbindung
- griffige Verschluss-Schrauben
- weite Neopren-Füßlinge
(3)
- Wing-Jacket         (Was ist das?)

- Bleitaschen
- 4-l-Doppelgerät, 2 Varianten
- Schlauchhalterung
- Flaschenhalterung für 7er Doppel
- Prüfmanometer
- UW-Kamera mit Smartphone und
   LED-Strahler

- neue Kopfspinne für MEDI-VGM
- Ventile für Vollgesichtsmaske

wpe7.jpg (3073 Byte)


Akkutank - Lampen                                    Forum zu Lampen
Bleigel-Akkus sind preiswerte und geduldige Stromversorgungen für Tauchlampen. Dazu lassen sie sich noch ohne Gehäuse mit in die Tiefe nehmen, da sie mit dem Gel hohlraumfrei gefüllt sind.
Natürlich muß man die gegenüber anderen Akkutypen (Ni-Cd, NiMH, Li-Ion,...) kapazitätsverrringernden Einflüsse wie Temperatur und hohen Entladestrom berücksichtigen, aber das Kosten-Nutzen-Verhältnis, Robustheit und Alterungsverhalten sind wohl kaum zu schlagen.

Ich befestige den großen Akku (12V, 4,7Ah, 2kg) seitlich am Flaschengurt oder am Bleigurt in einer Gurttasche, selbstgenäht aus Hundedecken -Cordura (siehe Bleitaschen). 
Zum Gewichtsausgleich ist auf der anderen Seite die Zusatzflasche für's Jacket oder ein 2-kg-Bleigewicht aufgefädelt. 

Die kleinen Akkus (2x6V 4Ah in Reihe) werden gut verteilt mit in einen Softbleigurt gesteckt.

Die Verwendung des Bleiakkus ohne Akkutank verringert natürlich die Wärmeisolation und damit die Kapazität in kaltem Wasser. Die Erwärmung durch den hohen Entladestrom scheint aber die Kerntemperatur  des Akkus bei Tauchgängen um 1h  erfolgreich zu stützen. Die theoretisch auftretenden Kapazitätseinbußen durch kaltes Wasser konnte ich bisher jedenfalls nicht verifizieren. Aber ich tauche auch kaum mal noch über 60min, da ich eher friere als mein Akku ;-)).
Eine mögliche Neopren-Schutzhülle für den Akku habe ich deshalb auch noch nicht ausprobiert.

Problematisch sind die Kabelanschlüsse.
Ich kürze die Kabelschuh-Anschlüsse des Akkus bis auf etwa 3mm und löte dort die Litze an. Darüber kommt für die mechanische Festigkeit 2-Komponentenkleber. Dann bestreiche ich die Übergänge zwischen dem 2K-Kleber und dem Gehäuse noch mit Neoprenkleber, der zusätzlich abdichtet. Das hält bei meinen ersten Akkus mittlerweile schon über 2 Jahre.
Die Kabelverbindungen werden mit Schrumpfschlauch überzogen, nachdem vorher an den Enden der Schrumpfschlauchhülsen etwas Heißkleber auf das Kabel aufgetragen wurde. Beim Erhitzen zum Schrumpfen schmilzt der darunter befindliche Heißkleber nochmal, und es bildet sich eine gut dichtende Hülse.

Auf dem Bild oben rechts ist schon eine Seitenwand des kleinen Kästchens zu sehen, daß ich mit Plastikkleber auf den Akku klebe, um dem abschließenden Heißkleber seine Form zu geben.
Die Kabel werden mit Kabelbindern oder Edelstahl-Schlauchspannern um den Akku zugentlastet, damit die Kontaktstellen weitgehend kraftfrei bleiben.

Da mir die auf dem Markt befindlichen wasserdichten Steckverbinder zu fitzlich und zu teuer waren, habe ich robuste Selbstbaustecker komponiert. Der eigentliche Stecker ist ein aus der elektronischen Meßtechnik (z.B. an Oszis) bekannter BNC-Stecker, der meist Gold als Kontaktmaterial hat (inzwischen verändert, siehe unten).Männchen und Weibchen sitzen ideal in Schlauchkupplungen für Gartenschläuche mit Nullringdichtung. Das Kabel wird wieder nach der o.g. Methode (Heißkleber und Neoprenkleber) eingeklebt und abgedichtet, eventuell zusammen mit einer Knickschutzspirale einer Kabeldurchführung. Die Steckverbindung sollte natürlich möglichst nur auf dem Trockenen geöffnet werden. Ausspülen nach dem TG und ab und zu ein bißchen Fett helfen zu langer Lebensdauer.

Als Ladegerät benutze ich einen einfachen Stecker-Lader für Bleigelakkus, der über BNC angesteckt wird und in Erhaltensladung übergeht, wenn der Akku voll ist. Das dauert allerdings ein paar Stündchen.

Ich verwende keinen elektronischen Tiefentladeschutz, der allerdings Bleigelakku-Liebhabern anzuraten wäre, denn scharfe Tiefentladung mögen diese Akkus garnicht. Am deutlich gelberen Licht merkt man aber, wann der Akku keine Lust mehr hat. Dann schaltet man eben ab, wenn man sichs situativ leisten kann. Wenn nicht, muß er da durch und wird hinterher weggeworfen, wenn noch Gelegenheit dazu ist ;-((

Als Lampen schließe ich verschiedene Köpfe mit Halogen-Kaltlichtstrahlern an, die es preiswert als floot (35°) oder spot (15°) bis 75W im Baumarkt oder bei CONRAD gibt.

Gut bewährt hat sich ein Lampenkopf von DevPein aus eloxiertem Aluminium, der mit Glas, Strahler-Fassung und Kabeldurchführung geliefert wird (etwa 140DM). Da schraube ich einen Ms-Bügel (Baumarkt) als Goodman Handle und einen Schalter dran, der aus einem REED-Kontakt und einem gekapselten 12-V-Relais besteht, die in Heißkleber vergossen sind.
Den Magneten dazu nähe ich entweder an den Handschuh oder schwenke ihn mit einem kleinen Hebel über den REED-Kontakt.
Lampenkopf
mit 12-V-Bleigel-Akku
zwei 6-V-Akkus in Reihe
für den Bleigurt
Plastik-Lampenkopf
mit Kaffeekannengriff

Lampe 2004Anno 2004
Nach Jahren der Nutzung hatte ich Lust, an der Lampe etwas zu verbessern, nämlich den ziemlich klobigen Schalter (s.o.) in das Lampengehäuse zu verlegen und damit zwei kritische Kabeldurchführungen einzusparen.

Das nebenstehende "Ex-Bild" der Lampe zeigt folgende Teile:
1. wasserdichter Steckverbinder zum Akkublock,
2. drehbarer Ring mit Magnet für den Lampenschalter,
3.+4. Teile der Kabelverschraubung, drittes in Lampenkörper geschraubt,
5. Lampengehäuse aus eloxiertem Alu,
6. Lampenschalter (Reed-Kontakt und Relais) mit 50-W-Brenner,
7. Lampenglas im Einsatzring mit 0-Ring, Schrauben nur zum Einsetzen nötig,
8. Sicherungs-0-Ring für den Glaseinsatz, Glasring wird nur ins Lampengehäuse gesteckt und würde sonst bei Erhitzung aus dem Gehäuse gedrückt werden.

 

Die Schalteinheit besteht nur aus einer kleinen Universal-Leiterplatte, auf der zwei parallel geschaltete Reed-Kontakte, ein gasdichtes Relais und zwei Schraubhülsen aus einer Lüsterklemme sitzen, in denen die Brennerkontakte festgeschraubt werden. Das Ganze ist mit Silikonkleber verschmiert, um ein bißchen Spritzwasserschutz zu haben.
Die Anordnung wird durch die Klemmschraube der Kabeldurchführung so in dem runden Lampenkopf fixiert, daß der Magnet auf dem Außenring die Reed-Kontakte in einem definierten Bereich sicher auslöst.

Der äußere Schaltring ist ein Stück Abflußrohr, das axial so geschlitzt ist, daß es sich straff auf dem zylindrischen Teil des Lampenkopfes dreht. Auf den Ring ist ein Klötzchen aufgeschraubt, in das ein Rundmagnet eingepreßt ist.
Der Ring hat etwa auf 50% seines Umfanges einen radialen Schlitz, durch den die Verschraubung für den Lampengriff geht. So wird der Schaltring auf dem Lampenkopf gehalten und sein drehbarer Bereich bestimmt.
In den Ring ist hinten noch ein Deckel eingeklebt, der sich auf der Kabelverschraubung dreht und dem geschlitzen Ring mehr Stabilität gibt.

Das Bild zeigt den fertig montierten Lampenkopf. Der Schaltring hat keine Rastpunkte, ein Anschlagpunkt ist EIN, der andere AUS.
Der Magnet wirkt sicher durch den Alu-Mantel. Man sollte allerdings die Paarung Reedkontakte und Magnet vorher mal testen, da Empfindlichkeit der Reed-Kontakte bzw. Stärke des Magneten typabhängig stark schwanken können.

 

Verweise:
- Gute Anleitung zur  Lampenbastelei
- Eigenbau-Akkutank-Lampe

Statt der oben eingesetzten BNC-Stecker verwende ich jetzt bei Neuanfertigungen Chinch.
Die Kontaktgabe am Mittenkontakt der BNC-Buchse verschlechtert sich mit der Zeit durch ausleiern.
Chinch hat große Kontaktflächen, kräftige Lötfahnen und passt vom Durchmesser her ideal in die Gartenschlauchkupplungen. Mal sehen, was der Test über Jahre ergibt.

Um die Zahl der möglichen Leckstellen zu minimieren, habe ich das Kabel am Lampenkopf wegrationalsiert. In die wasserdichte Kupplung, die jetzt direkt 0-Ring-gedichtet in den Lampenkopf eingeschraubt wird, ist nur ein Zwischenstecker Buchse-Buchse (Chinch) mit 2-Komponenten-Kleber eingeklebt.
Auch an der Brennerfassung gibt es keine Kabel mehr. Auf der Grundplatte, auf der Relais, Reed-Kontakt und die Lüsterklemme für den Brenner sitzen, ist direkt ein Stecker aufgelötet, der in die Buchse des Zwischensteckers passt.
Der Schaltring mit dem Magneten ist wie bei der Lampe 2004 aufgebaut. Er dreht sich straff auf dem zylindrischen Ende des Lampenkopfes.
Der feste Zwischenstecker am Lampenkopf kann als axialer Griff verwendet werden, im Gewinde des Lampenkopfes lässt sich aber auch ein Handgriff (Goodman-handle) festschrauben.

Anno 2005
Innenleben per Klick!
lampe2005a.gif (132467 Byte)

Verchiedene Formen von kommerziellen Quer-Handgriffen (Goodman handle) zur Anregung (oben)

Lampengriff Und das ist meine Einfach-Version (siehe oben am Lampenkopf montiert).
Es handelt sich um gebogenes Messing-Flachband 15mm x 2mm, das mit zwei Senkkopfschrauben nach oben in das Verbindungselement (aus PE) zum Lampenkopf zusammen gehalten wird.
Der Ms-Streifen ist mit Schrumpfschlauch überzogen, so dass man die Salzwasser-Korrosion darunter nicht sieht.
Mit dem Karabiner kann man sie bequem an's Jacket hängen, wenn man die Lampe nicht auf der Hand hat.

Anderer Lampenkopf-Versuch
Um floot oder spot wahlweise und gemeinsam zu haben, habe ich mal nebenstehende Konstruktion aus PE-Platten zusammengeklebt.
Die beiden Brenner werden jeweils über ein Relais von einem REED-Kontakt geschaltet, die im Gehäuse auf der Brenner-Grundplatte sitzen. Das Schaltrad ist außen auf die PE-Platte geschraubt (drehbar) und beinhaltet den Magneten.
Deck- und Frontplatte werden noch mit der Gehäuseschale verschraubt und verklebt.

Auf der Frontplatte liegt ein selbstgegossener Dichtring aus Bausilikon und darüber die Frontscheibe aus 10-mm-Piacryl, die mit 4 Schrauben auf die Frontplatte gedrückt wird.
Alles Material ist aus dem Baumarkt oder von CONRAD.
Lampen sind also kein Problem ;-)))

Meine Werkstatt

Das ist seit 2012 meine ''materielle Basis''. Vorher bin ich ohne Drehbank und Fräse ausgekommen.
Ein guter Schraubstock und eine Ständerbohrmaschine sind aber wohl unabdingbar für diese Basteleien hier.

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Letzte Änderung: 24.10.15