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(1,3MByte) Teile-Liste (PDF)
Schalldämpfer
Mundstück selbst gebaut
| Für die Wartung von Reglern allgemein sind
Kompaktregler gute Übungs- und Einarbeitungsbeispiele. Die Teile sind schön groß und
lassen sich (meist) einfach demontieren und wieder zusammenbauen. Der Hydromat ist, was
das Zerlegen betrifft, fast selbst erklärend. Trotzdem sollte man sich vorher Lage und
Grad der Verschraubung der Teile einprägen, mit Filzstift kennzeichnen und ev.
fotografieren. |
| Zerlegen des Reglers Für die Demontage des Reglers ist das
feste Einspannen in einen Schraubstock sehr günstig. Dazu kann man sich aus einem alten
Ventil, das man demontiert und an dessen Körper man zwei plane Flächen feilt, eine
bequeme Halterung bauen. Dahinein schraubt man den Regler und klemmt
die Halterung in den Schraubstock, ohne dass das Gewinde beschädigt werden kann.
Die Schläuche des Reglers sind am Einatem-Stutzen und am Mundstück auf Schraubstutzen
gesteckt und dort im Original mit Bindegarn und ev. etwas Gummikleber gesichert (kann
durch Kabelbinder ersetzt werden (s.u.), wenn man kein Nostalgiker ist).
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Die drei Stutzen werden mit Überwurf-Rändel-Muttern am
Regler bzw. Mundstück befestigt und mit Gummi-Flachringdichtungen abgedichtet (aus
Autoschlauch auszuschneiden). Am Ausatemstutzen ist der Schlauch nur gesteckt. Hier ist
allerdings der Ansatzschlauch des Ausatem-Ventils untergekrempelt.
Die beiden Gehäuseschalen (Ms-Blech gedrückt) werden von einem Spannring aus Ms zusammen
gehalten, der von einer M5-Schraube gespannt wird.
- Bindegarn (oder Kabelbinder) von Ein- und Ausatemschlauch entfernen, wenn nötig.
Dabei nicht den Gummi einschneiden!
Die Schläuche sollte man nur von den Stutzen abnehmen, wenn die Abbindung beschädigt
ist, die Schläuche auszutauschen sind oder die Stutzen getrennt gereinigt werden
müssen.
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- Schläuche abziehen, Achtung! Ausatemventil klebt u.U. etwas am Schlauch, nicht
zerreißen!
- Schraube (4) am Spannring (3) herausdrehen, der beide Gehäusehälften zusammenhält,
- Spannring abnehmen, Vorsicht, läßt sich leicht verbiegen!
- Gehäuseoberschale (2) abnehmen, klebt u.U. leicht an Membran,
- Ausatemventil (5, Entenschnabel) entnehmen,
- Hauptmembran (6, Topfmembran aus Gummi) von Unterschale (1) abnehmen, klebt oft am
Metall!
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Das Gummi-Mundstück ist ungewöhnlich groß. Mundstücke von anderen Reglern passen daher
nur schlecht. |
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Das Mundstück
zerfällt praktisch allein in die obigen Einzelteile, wenn man die Schläuche abgeschraubt
hat. |
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Niederdruckstufe demontieren
Klick auf die (meisten Bilder) vergrößert!Es
macht sich günstig die Demontage mit dem Lungenautomaten-Teil zu beginnen, da der
Membranhebel sonst stört.
- Kontermutter (22, verlackt) von Ventilstange (29) abdrehen, mittels Steckschlüssel,
2-Kant-Mutter (23) dabei festhalten (Spitzzange, besser Flachschlüssel),
- 2-Kant-Mutter (23) abdrehen und Membran-Gabelhebel (25) entnehmen,
- Schlitzschraube (26) lösen und mit Ventilstangenhalter (24) und Unterlegscheibe
(26a) entnehmen,
- Feder-Zentrierring (27) mit Unterlegscheibe (26a), Feder (28) und Ventilstange (29)
entnehmen,
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Mitteldruckteil
demontieren
In der Reglerunterschale ist mittig der Druckminderer befestigt (mit der Mutter (32)
von der HD-Seite aus), der mit dem Mitteldruck-Kanal und dem Niederdruck-Ventilsitz eine
Gehäuseeinheit bildet. |
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Regler-
Unterschale
Klick vergrößert
Mitteldruck-
Teile |
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Lage des Mitteldruckdeckels (13)
im MD-Zylinder durch Anriß-Marke kennzeichnen und Einschraubtiefe mit Meßschieber
bestimmen und merken (wichtig, wenn Mitteldruck nicht messtechnisch einjustiert werden
kann, sondern nur die ursprüngliche Einstellung reproduziert werden soll),
- Mitteldruckdeckel (13) im Zentrum der Gehäuseunterschale (1) herausschrauben
(verlackt!), z.B. mittels einer Spitzzange, besser Stiftschlüssel,
Eigenanfertigung siehe unten,
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- Mitteldruckfeder (14) mit Federstütze (15) und Membranplatte (16) entnehmen,
- Schraubring (17) aus dem Mitteldruckzylinder (1a) herausdrehen, z.B. mittels
2er Schraubendreher oder besser mit einem passend zugeschnittenen Stück 1-mm-Stahlblech
oder einer angeschliffenen Spitzzange (siehe unten),
- Gleitring(18) entnehmen, klebt meist auf Mitteldruckmembran, nicht verbiegen!
- Mitteldruckmembran (19) entnehmen, klebt auf Auflage, nicht ritzen!
- Membranplatte (20) und Ventilnadel (21) entnehmen,
Hochdruckteil demontieren |
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- Flaschen-Nullring (8) abnehmen,
- Ventilschraube (9, mit Gazefilter) mit großem Schraubendreher herausdrehen,
- Durchlaßscheibe (10), Ventilfeder (11) und Ventilstein (12) entnehmen,
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- Der HD-Zapfen (30) ist in das Druckminderer-Gehäuse (35) eingeschraubt und
dichtet mit dem Cu-Ring (36). Er sitzt sehr fest und hat keinerlei Ansatzflächen für
Schraubenschlüssel. Wenn man keine Undichtigkeiten am Hochdruck (Cu-Dichtung) oder
Niederdruck (0-Ring (34) zwischen Druckminderer-Gehäuse und Unterschale) bemerkt, sollte
man hier nicht weiter demontieren!
Ich kenne die Werksvorschrift für die weitere Demontage nicht und habe mir mit der
"russischen" Methode geholfen, die ich natürlich nicht empfehlen kann.
- Der Regler wird mit einer harten Flachdichtung in ein altes Ventil eingeschraubt, das
man in den Schraubstock klemmt. Das Handrad wird mit der Wasserpumpenzange "sehr
fest" angezogen. Dann schlägt man über ein zwischengelegtes Stück Hartholz mit dem
Hammer impulsartig in Richtung "ab" seitlich auf den Mitteldruckkanal.
- Man dreht den HD-Zapfen (30) heraus und kann das Handrad (31) und die Cu-Dichtung
(36) entnehmen.
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- Mit einem 36er Maulschlüssel kann man jetzt die Mutter (32) abdrehen und die Scheibe
(33) und den 0-Ring (34) abheben.
Das "Spezialwerkzeug" oben hilft bei der Demontage, 36er
Maulschlüssel und ein
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Ein weiteres kleines Problem bei der Demontage des Mitteldruckteils ist das
Lösen/Anziehen des Schraubrings (17), der den Gleitring (18) auf die HD-Membran presst.
Ein nützliches Werkzeug dafür kann eine alte Rundzange sein, deren Spitzen man so flach
schleift, dass sie in die Schlitze des Schraubringes passen (siehe verlinktes Bild auf der
Zange). |
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Versionsabhängige Teile
Obwohl sich während der langen Herstellungszeit der meistproduzierten zweiten Version des
MEDI-Kompaktreglers nicht viel an Weiterentwicklung getan hat, sind doch einige Bugs
beseitigt worden: |
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Der Gleitring (18) zwischen HD-Membran und Schraubring (17), der
zuerst aus sehr dünnem Blech war (links), wurde durch einen steiferen aus Ms gedrehten
Ring ersetzt, der sich nicht so leicht verformen lässt.
Wenn möglich, sollte man den Blechring durch letzteren ersetzen, |
Die Platte (20), die zwischen HD-Membran und
Ventilstößel (21) sitzt, hatte früher nur einen sehr kurzen Ansatz, um sie zentrisch im
Stößel zu halten. Bei Druckstößen (öffnen des Flaschenventils) sprang sie
offensichlich manchmal aus der Zentrierung und lag quasi nur irgendwo als Platte zwischen
Membran und Stößel. Der Regler funktionierte trotzdem. Der Ansatz wurde verlängert
(rechts). |
Pflege
Alle Metallteile werden mit der Ms-Bürste und ev. im Ultraschallbad gereinigt und dann
leicht gefettet.
Die Gummiteile reinigt man in warmem Seifenwasser und talkumiert sie dann (einmassieren,
dann abspülen!).
Da die Galvanisierung im Inneren des Reglers sehr schlecht ist, was beim Einsatz in
Salzwasser zu sehr unschönen Oberflächen führt, habe ich mich entschlossen, innen einen
Schutzanstrich aufzutragen. Da die Flächen mechanisch nicht beansprucht werden, hält der
Anstrich sehr gut. Der Pflegeaufwand hat sich danach deutlich verringert. Die Farbe muß
natürlich gut ablüften.
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Ersatz von Teilen
Die Beschaffbarkeit von Ersatzteilen für die MEDI-Produkte ist durch die
"besonders intelligente" Vorgehensweise bei der Wiederherstellung der deutschen
Einheit 1990 stark gestört. Ohne Besinnung und Vernunft wurde alles verramscht oder
vernichtet, was irgendwie nach DDR roch.
Einige Jahre gab es noch alte Bestände, die ein schlauer Insider vor dem Schredder
bewahrt hatte, aber die scheinen 2004 auch zu Ende zu sein.
Die Metallteile des Reglers sind praktisch unverwüstlich. Etwas gefährdet sind einzig
der Gleitring (18), der zur Not durch einen Ring aus Ms-Blech ersetzt werden kann, und das
Gazesieb in der Ventilschraube (9), das man u.U. neu einlöten könnte. |
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Allerdings sind die Gummiteile oft verschlissen oder ausvulkanisiert.
Die Flachdichtungen an den Schläuchen lassen sich mit etwas Geduld aber auch in
der Küchenwerkstatt herstellen. |
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Flachgummi notwendiger Stärke gibt's im Baumarkt, oder
man nimmt Fahrrad- und Motorrad-Schläuche. Den Gummi spannt man mit
Architekten-Reißzwecken auf Holz und schneidet mit einem Kreisschneider, wie es ihn im
Bürobedarf für die Papierbearbeitung gibt, die Flachdichtringe aus.
Selbst die HD-Membran (Gummischeibe) lässt sich aus 2,5-mm-starkem Gummi selbst
ausschneiden, natürlich nicht mit dem obigen Kreisschneider ;-)), im Bild rechts zwei
originale Membranen (schwarz und rot links) und eine selbst ausgeschnittene.
Das Gummimundstück kann man problemlos durch ein heute gängiges mit gleichen
Stutzenmaßen ersetzen. |
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Hauptmembran
Diese ist eine flache Topfmembran mit einer Verstärkungsplatte aus Ms-
oder Edelstahl-Blech im Zentrum, auf der der Gabelhebel (25) aufliegt.
Da der Membranweg sehr gering ist (16-18mm), kann sie durch eine Flachmembran
(mit etwas Spiel) ersetzt werden. Idealer Werkstoff dafür sind Haushalt- Gummihandschuhe.
Aus einem Handschuh läßt sich genau eine Membran ausschneiden (Kreis mit
Maximaldurchmesser der Unterschale 118mm + 15mm). |
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In das Zentrum dieser Gummischeibe klebt man mit
Pattex Kontakt die alte Ventilscheibe oder ein neues Ms-Blech adäquaten Durchmessers
(75mm).
Dann schneidet man aus dem zweiten Handschuh einen Kreisring von 10mm Breite aus, dessen
Außendurchmesser 10mm größer als der der Ms-Scheibe ist und klebt diesen auf die
Ms-Scheibe, so daß die Hälfte der Breite auf dem Ms und die andere Hälfte auf dem Gummi
klebt. |
Für ein bequemeres
Einlegen der Membran wäre es noch schön, einen Außenverstärkungsring aus Gummi auf den
Außenrand der Membran zu kleben, der passend in der Sicke der Unterschale liegt
(Dichtring für Feuchtraumlampe oder Schnippelei aus Autoschlauch). Dies ist aber nicht
unbedingt nötig. Man kann auch nur den Handschuhgummi zwischen Unter- und Oberschale
legen. Der Spannring drückt beide genügend aufeinander. Durch den Spannring wird das
überstehende Material zusätzlich umgenickt, so daß kein Herausrutschen zu befürchten
ist.
Die nebenstehende Membran wurde von Micha aus dem
Gummi einer Latex-Badekappe, der originalen Druckplatte und einem Versteifungsring aus
Teichfolie mit Pattex zusammengeklebt. Der besondere Trick bestand noch darin, dass der
Badekappen-Gummi beim Aufkleben der Druckplatte konzentrisch um etwa 2mm gedehnt
(gespannt) wurde. Dadurch entsteht nach der Entspannung vor dem Aufkleben des Außenrings
um die Druckplatte eine Welle, die einen beonders leichtgängigen Hub der Membran ohne
Dehnung des Gummis ermöglicht. Besser ist es natürlich, eine geeignete beschaffbare Membran eines
anderen 2-Schlauch-Reglers einzusetzen. Dies kann z.B. eine 4 1/2"- Membran von
US-Divers sein, die man in den USA kaufen kann, siehe Tabelle unten oder auch mein Flohmarkt.
Diese ist allerdings im Durchmesser etwa 2mm kleiner, siehe Bild
rechts, in dem eine Original-MEDI-Membran (hellgrauer Gummi) unter einer USD-Membran
(schwarzer Silikon-Gummi) liegt. Das erwies sich aber für das Einspannen zwischen den
Gehäuseschalen kaum von Bedeutung.
Es gibt auch andere Versuche, die USD-Membran aus Silikon für den MEDI
zu nutzen (aus VDH-Forum):
I am working on modifying a silicone US Divers diaphragm to fit the
Medi. Currently, I'm waiting on Loctite Superflex RTV 59330 to arrive to complete the
test. I have purchased some -157 size O-rings (4.50" inside diameter, .094"
thick) that fit around the silicone diaphragm and will make the effective Outside Diameter
119mm to fit the Medi can. |
 Tellerventile für das Mundstück
Für die Tellerventile werden Kreise entsprechend dem Durchmesser der
Membranträger aus den Haushalt-Gummihandschuhen ausgeschnitten und mit einer Lochzange im
Mittelpunkt gelocht. Der Duchmesser des Loches sollte geringfügig größer als der des
Dornes sein, auf den die Membran zu stecken ist. Dann feilt man mit einer runden
Schlüsselfeile eine kleine Kerbe seitlich in den Dorn (etwa in halber Höhe des Dorns und
1mm tief). Nun wird ein passendes Stück Schrumpfschlauch (von Conrad o.ä.) auf den Dorn
aufgesteckt (90% der Länge des Dorns) und mit der Heißluftpistole vorschtig
festgeschrumpft. Der Bereich über dem Ventilteller bleibt dabei frei, so daß sich die
Tellermembran gut bewegen kann. Sie wird durch den Schrumpfschlauch am Herunterrutschen
gehindert. Die gefeilte Kerbe verhindert das Abrutschen des Schrumpfschlauches.
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Etwas anders wurde das Flatterventil links von einem anderen Bastler (Oxydiver)
hergestellt. Unverwüstlich sind Ventilscheiben aus Silikongummi.
Rechts ist ein kleines Hilfsmittel dargestellt, mit dem man mit dem Cutter-Messer sehr
schön runde Scheiben erzeugen kann. |
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Ausatemventil (Entenschnabel) und Faltenschläuche
Die beiden Ersatzteile kann man wohl kaum selbst machen!?
Für Faltenschläuche findet man aber andere geeignete Produkte, von Gasmasken
oder aus dem medizinischen Bereich. Am MEDI Hydromat passt alles, was ungefähr einen
Innendurchmesser von 25mm hat. Ich habe auch schon Faltenschläuche gesehen, die von
Meterware abgeschnitten und dann mit Kabelbindern in zwei Wellentälern auf den Stutzen
befestigt waren.Für den Entenschnabel hat Micha mal eine Lösung aus einem entsprechend verklebten
Fahrradschlauch probiert. |
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Als ich
das vor ein paar Jahren mal versuchte, war mir allerdings der Ausatemwiderstand durch den
etwas dickeren Gummi und die Querschnittsverjüngung durch die Klebestellen etwas zu hoch
geworden.
Achtung!
Diese Art der Ersatzteilnachbildung widerspricht den Spezifikationen des Herstellers und
ist daher für einen sicheren Betrieb des Reglers nicht geeignet. Sie kann also
keinesfalls empfohlen werden!
Ersatzteile für den Regler, allerdings meist für andere Automaten produziert, gibt es
hier und da auch noch zu kaufen.
Es war allerdings immer schon etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.
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Bei
Einfuhr aus den USA darf man natürlich auch das Porto (etwa $30 für kleine Sendung) und
die Einfuhr-Umsatzsteuer nicht vergessen , so dass Sammelbestellungen zu empfehlen sind. |
Zusammenbau
Die Montage erfolgt in jeweils umgekehrter Reihenfolge wie bei der Zerlegung.
Beginnen sollte man mit dem Hochdruckteil, da sich mit dessen Federdruck das
Mitteldruckteil besser zentrieren lässt.
Besonderheiten Hochdruckteil
Besonderheiten Mitteldruckteil
Erhebung von (20) ist in die Bohrung von (21) zu stecken,
Kragen von (18) zeigt von der Membran (19) weg,
Gewindering (17) handfest anziehen,
Membranteller (16) zeigt mit der Randabschrägung auf die Membran
(19),
Feder (14) sitzt in der Aussparung von (16),
Zentrierring (15) wird über (14) gesteckt und zeigt mit der
Abschrägung von der Membran (19) weg,
Kammerdeckel (13) bestimmt den Mitteldruck,
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Der Mitteldruck kann gemessen werden, indem auf die Niederdruckventil-Bohrung in
(1b) der Adapter für ein Prüfmanometer gepresst wird. Ich habe dazu einfach ein Stück
MD-Schlauch auf einen Mitteldruck-Prüfer mit Inflatorkupplung gesteckt und unten die
erste Schicht Gummi bis zur Gewebeeinlage entfernt. Wenn man den Schlauch auf die Düse
der zweiten Stufe drückt und dann das Flaschenventil öffnet, dichtet es perfekt, und man
kann den Mitteldruck ablesen.
Der vom Hersteller empfohlene Wert des Mitteldrucks ist mir unbekannt. Alle
Hydromat-Regler, die bei mir so vorbeikamen, hatten Mitteldrücke zwischen 7 und 8 bar.
Also stelle ich mit dem Kammerdeckel (13) auch etwa 8 bar ein. Bei etwa 9 bar beginnt auch
das Ventil der zweiten Stufe abzublasen. |
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Man kann aber (zur Not) auch nach
"Gehör" einstellen. Wenn man den Kammerdeckel hineindreht, steigt der
Mitteldruck. Dabei wirkt die Einspannung der Gummimembran wie ein Sicherheitsventil, bei
zu hoch eingestelltem Druck "pfeift" der Mitteldruckteil ab. Man dreht einfach
soweit wieder heraus, bis keine Luft mehr abblubbert (in Wasser tauchen oder Wasser in die
offene Halbschale füllen). Dann gibt man noch eine viertel Drehung zu und hat so einen
geeigneten Mitteldruck, wie ich feststellen konnte.
Dichtheit
und Sitz des Niederdruckventils lassen sich am besten überprüfen, wenn man die Flasche
in einen Schraubstock spannt, Wasser in die Unterschale des offenen Reglers füllt
(Bild oben rechts).
Man sollte NIE versuchen, Dichtheit durch stärkeren Federdruck zu erreichen. Wenn der
Mitteldruck in einem vernünftigen Bereich ist, siehe oben, dichtet das ND-Ventil in jeder
Stellung der Einstellmutter! Wenn nicht, muss der Ventilsitz getauscht oder der Krater
nachgearbeitet werden.
Die folgende Einstellung der Mutter (23) auf (29) ist etwas kitzlig und
muss mit der konkreten Hauptmembran zusammen erfolgen.
Die Lage der Einstellmutter auf der Gewindeachse bestimmt die Höhe des
Membranfühlhebels. Wenn dieser zu hoch steht, wird er schon im Ruhezustand von der
eingespannten Membran heruntergedrückt, und das Ventil bläst ab. Wenn der Hebel zu tief
im Gehäuse ist, macht die Membran beim Anatmen zu viel toten Hub, es klappert, und die
Atemarbeit steigt. Das Ventil öffnet dann u.U. bei großem Luftbedarf auch nicht weit
genug.
Die Höhe des Hebels ist natürlich auch von der Membranform abhängig. Bei der
topfförmigen Originalmembran steht er höher als bei der stärker gewellten USD-Membran
(siehe Bilder unten).
Die Einstellung macht sich am besten mit einem selbst gefeilten sehr flachen und
gekröpften Maulschlüssel für die Einstellmutter und einer Nuss für die Kontermutter.
Wer es für nötig hält, kann alle Einstellgewinde zum Schluss (vorsichtig!) verlacken.
Besonderes Augenmerk ist auf das Zusammenpressen der beiden Halbschalen
mit der Hauptmembran dazwischen zu richten.
Die Oberschale sollte von der Stutzenstellung her gleich passend aufgesetzt und dann nicht
mehr gedreht werden, damit man die Membran nicht herausschiebt. Die Regleroberschale
sollte mittig in dem Spannring sitzen. Wenn die Schraube des Spannrings sich beim Anziehen
plötzlich wieder leichter drehen lässt, ist bestimmt die Membran verrrutscht.
Wenn die Schraube am Spannring festgezogen ist, sollte man den Hochdruckeingang
verschließen und am Mundstück so stark saugen, daß sich der Faltenschlauch
zusammenzieht. Es darf dann keine Nebenluft nachkommen.
Ja, üben, üben! Ein Taucher darf erst dann von sich behaupten,
er habe eine starke Lunge, wenn sich die Gullideckel heben, wenn er in den Ausguss bläst!
;-)) |
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Weitere Meinungen
zur MEDI-Wartung und -Verbesserung:
Martin Bitzer (der
das natürlich nur für sich selbst gemacht hat und nicht weiter empfehlen kann!): |
Aus einem "Deko"- Regler Medi wollte ich
einen funktionsfähigen Regler aufbauen, das hat auch ganz gut geklappt:
Die amerikanischen Hauptmembranen gehen nicht
gut, da sie
1.) einen zum Klemmen störenden Randabsatz haben, der selbst mit eingeklebter
Verstärkung Schwierigkeiten macht und
2.) die Membranen sind zu steif, d.h. Regler geht schwer.
Ich habe dann doch PU-Handschuhmaterial genommen, geklebte Randverstärkung und
eingeklebten Edelstahlteller.
Für die Gummi-Membran der 1. Stufe, habe ich aus dem
Baumarkt Flaschner- Flachmaterial genommem (Bild rechts), funktioniert. Das ist kein
gewebeverstärktes Material, bei dem geringen Spalt außerhalb der Andruckpilze denke ich,
das hält, ich konnte nach dem Zerlegen nach einer gewissen Gebrauchsdauer kein Anzeichen
von Ausbauchung feststellen.
Der Gummi der Dichtung im Ventil der 2. Stufe wird bei
älteren Automaten anscheinend weich, eingeklebter Autoschlauchgummi gestanzt mit
Locheisen tut bei mir. Ich hatte das nebenstehende Material zunächst auch als
Ventildichtung für die 2. Stufe verwendet (kleines Stanzloch auf dem Bild), aber das hat
nicht befriedigend funktioniert, deshalb habe ich dann den Autoschlauch genommen, das
Material ist dünner und etwas härter.
Die Verschraubungsdichtungen an den Schläuchen sind bei mir
jetzt auch aus Schlauchmaterial, Stanzwerkzeug aus 17er- Nuss.
Entenschnabelventil funtioniert die amerikanische Version von
Dir gut.
Flatterventile im Mundstück - Die schlappen originalen
Gummiteller haben mich schon immer etwas genervt, also wollte ich sie ersetzen.
Leider konnte
ich keine Ausatemmenbran von einem modernen Regler ausfindig machen, die den richtigen
Durchmesser hat, deshalb habe ich einen Ventilteller aus Silikon von einem
Cressi-Automaten genommen (Teil-Nr: 746006, 3,60 EUR) und den Außendurchmesser mit einer
als Stanze geschliffenen 24er Nuss richtig gestanzt. Dann musste noch ein 3er Loch in den
Plastik-Ventilhalter genau zentrisch gebohrt werden (Drehbank) und die innere Höhe bei
dem 3er Loch verringert werden, dass der kegelige Zipfel von den Silikonteller aus dem
Loch gut herausschnappen kann. Fertig und auf gut schwäbisch: hebt ewig!
Kompaktregler sind u.a. heute deswegen noch
beliebt, weil die Ausatemluft hinter dem Kopf des Tauchers entweicht und damit eine
geringere Geräuschbelästigung entsteht.
Wie es noch leiser geht, hat Franz mir gezeigt:
.Es ist viel schöner "leise" zu tauchen. . .
.
Es geht nicht nur darum, die Luftblasen zu verkleinern; der Trick ist ein anderer. Schaut
Euch mal die Skizze an. Der meiste Lärm entsteht am Ausatemventil, wenn dieses flattert
und die Luft ins Wasser blubbert. Durch den Stoff wird die Ausatemluft etwas
zurückgehalten, es bildet sich eine Luftblase, in die der nächste Atemzug entweicht. Man
atmet also nicht mehr direkt ins Wasser ab sondern in die Luftblase, das Flattergeräusch
entfällt fast vollständig.
Die Luftblasen entweichen verkleinert ins Wasser, dies dämpft den Geräuschpegel
zusätzlich. Der Ausatem- Widerstand erhöht sich nur unmerklich.
Ich habe mit vielen Stoffen und Metallsieben experimentiert. Mein Schalldämpfer ist jetzt
aus elastischem Stoff genäht. Ideal ist jener "Fließ", der für
Wintersportjacken verwendet wird. Wichtig ist, das die Schnur fest zusammengezogen wird,
damit die Luftblasen nicht seitlich entweichen können.
Unbedingt nach jedem Tauchgang die Schnur öffnen und den Automaten mit frischem Wasser zu
reinigen, auch das Stoffteil.
Auf keinen Fall ein feines Sieb in die
Ausatemkammer einbauen!
Das Sieb würde sich zusetzen und den Ausatem- Widerstand erheblich erhöhen. Das hätte
ich fast mal mit dem Leben bezahlt. Im Mittelmeer wurde ich fast bewusstlos. Ich bin auf
den 1-Schlaucher umgestiegen, das war meine Rettung. . .
Die Siebe hatten sich zugesetzt, durch den erhöhten Ausatemwiderstand kam es zu
einem "Essoufflement" .
Es gibt feine Metallsiebe, man sollte sie auf jeden Fall außen
anbringen damit sie gereinigt werden können. Trotzdem setzen sich diese mit der Zeit zu.
Der Stoffüberzug ist unproblematischer. Er schützt zudem das Automatengehäuse vor
Kratzern. Mein 30-Jahre-alter Duomat sieht noch aus wie neu! |
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Ich kann's natürlich nicht lassen und
muss am Schalldämpfer noch rumbessern.
Mich störte am obigen Modell, dass ich immer den Ausatemschlauch hätte entfernen
müssen, um den Schalldämpfer zum Reinigen abnehmen zu können.
Also schnitt ich vom Rande her bis in das geweitete Loch für den Ausatemstutzen (Schnur
vorher rausziehen) und zickelte die Kanten ab. Dann erhielt das Loch einen Stoffstutzen
für die Ausatem-Blechtülle, der auch nach unten offen ist und noch zwei dreieckige
Zipfel zum Einschlagen hat.
Die Schnürstelle für die Zugschnur verlegte ich ebenfalls an den Schlitz zum
Ausatemstutzen und nähte hier in Fortführung des Schnurkanals einen Unterlegstreifen an,
damit dort keine Luft entweichen kann. Die alte Schnürstelle wurde zugenäht. |
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Nun kann ich die Stoffhülle einfach auf den Regler legen, den
Unterlegstreifen einstecken, die Zugschnur mit einem halben Schlag fest ziehen, die Zipfel
um das Rohr schlagen, diese mit der weitergeführten Zugschnur umwickeln und die Schnur
unter dem Stutzen mit einer Schleife befestigen.
Zum Abnehmen des Schalldämfers reicht es, die Zugschnur zu öffnen.
Das ist zwar etwas mehr Nähaufwand, aber die Handhabung scheint mir bequemer. |
Und dann gibt's die ''Forscher & Entwickler'', die
von Kompaktreglern und deren Möglichkeiten wohl noch nichts gehört und das Rad nochmal
erfunden haben, den Perleator
(2008)!
Weitere Meinungen, Erfahrungen erbeten! |
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