zur FloretteFlorette 2006 von
Annerose Mildenberger (mit freundlicher Genehmigung)
Zum 4. Mal in Folge war dieses Jahr ein Urlaub mit der Florette angesagt. Schon im Vorfeld
gestaltete sich diese Reise als ereignisreich. Donnerstags, 2 Tage vor dem Abflug, stellte
sich leider im Laufe des Tages heraus, dass ich noch eine kleine Operation vor mir habe
und es zu dem Zeitpunkt nicht klar ist, ob ich ueberhaupt mitfahren kann. Ich hoffte mal
das Beste und ging Freitag morgens um 6 Uhr mal kurz noch zum Operieren. Es verlief alles
gut und ich bekam gesagt, dass ich 3 Tage Tabletten einnehmen muss und danach keine
Probleme zu erwarten waeren, wenn ich normal tauchen gehe. Als vorsichtiger Mensch habe
ich dann zu unsern Massen von Gepäck noch
meinen Trocki mit Unterzieher gelegt, sicher ist sicher. Freitags und Samstags habe ich
mich dann ausgeruht und habe meinen lieben Mann den Kram packen lassen. Wir brachten es
dieses Mal auf 6 Taschen plus 2 Flaschen. 4 Tauchausruestungen, 3 Liegematten, 3
Schlafsäcke, etwas Lesematerial, ein paar Kleidungsstuecke brauchen halt ihren Platz. Von
unsern erlaubten 200 kg Gepaeck hatten wir 180 kg voll. Samstag Abend trudelten dann Klaus
und Hajo bei uns ein und wir verbrachten noch einen gemuetlichen Abend. So nebenbei wurde
geschaut, wie Hajo die D10 von Klaus am besten an sein Wing bekommt. Da sich schlafen
nicht lohnte, warteten wir, bis uns um 2 Uhr der Transfer abgeholt hat. Der Fahrer bekam
ganz grosse Augen als er unsere Massen an Gepaeck sah. Es passte aber alles rein und wir
fuhren zum Flughafen, wo der Rest der Heidelberger Truppe mit ebenso viel Gepaeck schon
auf uns wartete.
Nun begann das grosse Drama, der Check in. Dort bekommen sie jedes Jahr, wenn sie unsere
Truppe sehen, grosse Augen, da keiner mal wieder weiss, wie es mit den Flaschen geht.
Dieses Jahr war nun das erste Mal, wo jeder sein Stueck Tauchgepaeck zeigen sollte.
Irgendwie waren die Damen und Herren an den Schaltern total ueberfordert und da wir
zwischenzeitlich an allen Schaltern waren, ging beim check in gar nichts mehr. Gott sei
Dank war dann mal jemand entscheidungsfreudig, es ging weiter und wir konnten problemlos
einchecken. Bei der Handgepaeckkontrolle verlief dieses Mal alles problemlos, auch mit
unsern vielen Lampen. Wir konnten nun beruhigt starten Richtung Lamezia di Terme. Im
Flugzeug schlief nun alles. Ich war erstaunt, wie oft man denn wegen so vielen
Kleinigkeiten in so kurzer Zeit geweckt werden kann. Nach einer puenktlichen Landung war
sogar alles Gepaeck da. Jetzt war die grosse Frage, was fuer ein Transferbus wird uns
abholen. Ist er gross genug, um das Expeditionsgepaeck unterzubringen? Er war es. Sie
haben scheinbar nach einigen Urlauben endlich gelernt.
Der Transfer zum Schiff verlief problemlos und wir durften nun unsern Kram zum Schiff
ziehen, waren sogar dieses Mal grosse Wagen da. Da es sehr frueh am Morgen war, waren die
alten Gäste noch da und wir mussten etwas auf die Kabinen warten. Wir verstauten nun
unsern ganzen Kram und ich fiel erschoepft in einen Tiefschlaf. Im Laufe des Abends war
der Begruessungsdrink und das Abendessen und die letzten Mitfahrer kamen von Dresden. Am
naechsten Morgen sollte es frueh losgehen.
Montag 7. August
Fruehes Anker lichten und dann auf den Weg nach Capri/Ischia. .. So sollte es eigendlich
sein, aber der Wind- und Wellen-Gott machte uns einen Strich durch die Rechnung und nach
1-2 Stunden kam es zu den ersten massiven Ausfaellen durch Seekrankheit. Ich war
eigendlich nur muede und habe das gemacht, was ich diesen Urlaub noch viel machen sollte,
geschlafen Da uns noch viele Stunden bei diesem Seegang bevorstanden, wurde kurzer Hand
das Ziel umgeändert und wir fuhren in die andere Richtung zu den liparischen Inseln.
Unsere Seekrank-Mitfahrer starben waehrend der Fahrt noch etwas vor sich hin, trotz
besserer Bedingungen.
Dienstag 8. August
Heute sollte unsere ersten beiden TG´s sein. Wir hatten 2 Möglichkeiten zur Auswahl,
wobei sich alle fuer die erste entschieden haben.
Testa Grossa Madonna
Wir machten einen gemuetlichen TG von der Florette aus zur Madonna, wo dieses Mal viele
Garnelen zu sehen waren. Insges. viele Ritzen zum Ableuchten, einiges zu sehen. Wir
tauchten als 3 er Gruppe los und unser Mittaucher ist bei der Madonna der falschen
Doppelflasche hinterhergetaucht. Dafuer haben wir dann Astrid gefunden, die dann mit uns
weiter getaucht ist. Insges. waren dieses Mal bei dem TG viele andere Neoprenfische zu
sehen. Nach einer Weile fanden wir auch unsern fehlenden Mittaucher und haben den TG zu
viert beendet.
Nachmittags war TG2 angesagt. Dieses Mal Gott sei Dank weniger Neoprenfische. Habe beim
Beobachten eines Zackis einen Bleigurt auf 25m mit 2 kg gefunden. So Kleinigkeiten nimmt
man als Sammler natuerlich mit. Ich habe ihn allerdings von Guenter transportieren lassen.
Abends war Landgang auf Lipari angesagt. Es sollte nicht der letzte werden, aber die
Pizzeria war immer lecker, der Malvasia schmeckte in der Malvasiabar.
Mittwoch 9. August
Heute haben wir mal einen neuen Tauchplatz ausprobiert, Secco di Bagnole. War ein Peak,
der auf 20m endet. Netter TG, aber nichts besonderes, viele Ritzen zum Ableuchten.
Ansonsten war Blauwasserdeko angesagt, Kette war schon etwas schaukelig.
Mittags war dann ein Versuch, die schwarze Koralle zu finden. Aber irgendwie lagen wir
dieses Mal etwas anders und haben sie nicht gefunden. Habe mich auf Tiefe auch nicht
wohlgefuehlt, also ein TG, der ausser Deko und schauen, dass wir das Schiff wieder finden,
nicht viel brachte. Sicht war bei dem TG ziemlich beschissen.
Abends Landgang, wo denn??? Lipari. Das soll nicht heissen, dass ich Lipari nicht
mag, ich finde es eine schoene Insel. Eigendlich haette ich gerne die alljährliche
Rollertour um die Insel gemacht, aber das Wetter war etwas unbeständig und es war immer
mal wieder mit Regen zu rechnen. So gut sind meine Rollerfahrkuenste auch nicht, dass ich
es mir bei zu erwartendem Regen antun muss.
Donnerstag 10. August
Heute haben wir einen neuen Tauchplatz bei Lipari ausprobiert. War ganz nett, einige
Gorgonien, Bloecke und Seegras. Ich habe mich mal wieder dumm und daemlich nach einem
Seepferdchen gesucht und keins gefunden.
Dafuer habe ich eine weisse Mütze gefunden, die ich waehrend dem TG mal so kurz
aufgesetzt habe.
Heute sollte es eigendlich weiter gehen, aber die Schwester des Kapitaens hatte
Kreislaufprobleme und Beschwerden an den Gelenken. Also O2-Gabe und Rueckfahrt nach
Lipari, wo sie in die Kammer gebracht
wurde. Ob es letztendlich Bends waren oder Ueberanstrengung kann keiner sagen.
Wir bleiben in Lipari und probierten nachmittags einen neuen Tauchplatz aus. Biologisch
sehr hochwertig, Seegras in allen Varianten, Tiefen und Arten. Da ab 30m nur Sand war, die
Strömung vom Hang wegging, machten wir eine Kehrtwendung zum Seegras, um uns diesem sehr
intensiv zu widmen. Allerdings wieder kein Seepferdchen.
Freitag 11. August
Heute wieder ein erneuter Versuch, die schwarze Koralle zu finden. Wir schafften es wieder
nicht. Auch dieses Mal habe ich mich auf der Tiefe nicht wohlgefuehlt. Wir waren nah dran,
haben aber dann abgebrochen. Ausser Deko nichts gewesen. Zumindest war die Sicht besser.
Mittags habe ich dann mal eine Tauchpause eingelegt. War wieder ein neuer Platz, mit
Felsbrocken. Ich habe dafuer das Taucherlog gefuehrt und geschaut, dass Strömungsleine
raus kam, da die Strömung etwas heftiger war. Ergebnis des TG´s bei einem Taucher eine
verlorene Flosse. Ich wuerde mal sagen, die die schon mal dabei waren, raten sicher
richtig, bei wem.
Samstag 12. August
Wir haben mal wieder die Route umgeschmissen, da der Wetterbericht fuer Capri und Ischia
nichts Gutes verheissen hat und wir viele Stunden Fahrt bei schlechtem Wetter vor uns
gehabt haetten. Also einigten wir uns auf mehr Zeit in Scilla und nahmen Taormina mit ins
Programm auf
Auf dem Weg war wieder ein neuer Tauchplatz angesagt: Capo Melazzo. Naja viel Sand und
Abfall, ein paar nette Ritzen zum Reinleuchten und Seegras. Wir fanden einen Farbeimer,
eine Vespa und einen Schubkarren. Den haette ich ja gerne irgendwie mitgenommen, einfach
so als Gag. Aber Transport ins Schlauchboot ware etwas schwierig geworden. Ich habe
schweren Herzens verzichtet.
Nach dem TG habe ich mir mit Klaus und Hajo ueberlegt, was ich denn an meinem 1000 TG so
besonderes machen koennte. Es ist uns allerdings einfach nichts eingefallen, das zu dem
Tauchplatz gepasst haette. Da es ein schoener Tauchplatz ist, dachte ich mir, mache ich
einfach einen schoenen gemuetlichen TG. Ich hatte mir etwas Besonderes gewuenscht und das
sollte ich Mittags auch bekommen. Aber davon wusste ich jetzt noch nichts.
Guenter und ich haben uns mit dem Schlauchboot ueber der 20m Linie ins Wasser werfen
lassen. An diesem Tauchpaltz hat man wegen der Strömung ein Zeitfenster, wo man tauchen
kann. Trotzdem ist die Strömung manchmal etwas anders als geplant.
Als ich unten war, fiel mir auf, dass mein Gemahl schon so schnell neben mir gelandet war,
etwas das eigendlich sehr ungewoehnlich ist. Ich schaute nach und musste feststellen, dass
es aus seinem Wing sprudelte, da wo eigendlich der Inflator befestigt ist. Guenter hatte
nur gemerkt, dass etwas anders ist, nicht aber was. Ich habe ihm dann mal seinen Inflator
in die Hand gedrueckt und er hat etwas erstaunte Augen gemacht. Der Inflatorschlauch war
bei der Austrittstelle an der Blase ausgebrochen. Das Ganze war UW nicht reparabel. Habe
dann sein Blei uebernommen. Das Blei war gar nicht so leicht unterzubringen und mit 7 kg
Blei fuehlte man sich erstmals wie ein fast untergehendes Schiff. Das ganze war ueber
Grund, also keine Gefahr abzusacken.
Guenter hatte bei dem TG einen 7 mm HT mit Eisweste an und D12. Tariererei hat immer noch
nicht so funktioniert, wie es sein sollte. Mein Mann hat dann die Boje zum Tarieren
benutzt, sah lustig aus. Strömung war maessig, haben also flachen TG weit in der Nullzeit
gemacht. Aber leider keine Gorgonien gesehen. Beim Aufstieg habe ich ihn dann wieder mit
stueckchenweise mit Blei versorgt. Der Rueckweg zum Boot erfolgte mit dem Schlauchboot.
Wir schauten, dass wir mit den andern am Schlauchboot waren, denn um D12 ohne
Auftriebsmittel ins Schlauchboot heben, ist es schon guenstig wenn sicherheitshalber
mehrere da sind.
An Bord hat jeder gegrinst, als sie von meinem besonderen TG gehoert haben. Wer den
Schaden hat... Gott sei Dank war das ganze nicht an einer Wand. Ich war froh, dass
ich mit Trocki getaucht bin. Guenter hat nun das Teil geklebt und morgen wollten wir
schauen, ob es funktioniert. Aus wettertechnischen Gruenden ging es dann weiter nach
Taormina.
Sonntag 13.8
Wir waren in Taormina und hatten einen schoenen Blick auf die Stadt und da dorthin, wo es
Pasta a la Mama gibt. Da wir mit dem Schlauchboot zu dem Tauchplatz gebracht werden
mussten und es wegen moeglicher Strömung vor Ort sein sollte, wurde die Gruppe in 2 Teile
geteilt. Die einen sollten morgens, die andern mittags tauchen. Wir entschlossen uns fuer
einen faulen Vormittag und einem Wingcheck unterm Boot, wenn die andern wieder vom Tauchen
da sind. Kurzer Hand schloss sich uns noch ein Freund des Kapitaens an, der auch etwas
checken wollten. Gegen Ende des Zeitfenstern sprangen wir ins Wasser, ich zum ersten Mal
seit einem Jahr halbtrocken mit Eisweste, war schon etwas steif. Beim Abtauchen merkte ich
schon, dass Strömung etwas heftiger ist. Ich landete auf 30m. Eigentlich haetten es 20
unterm Boot sein sollen und sah keinen meiner beiden Mittaucher. Also Boje rausgekramt und
mich geärgert, dass nur die kurze Leine und nicht das spool dran war. Gedanklich machte
ich mich auf einen alleinigen Aufstieg bereit, obwohl ich merkte, dass ich schon etwas
ausser Atem war. Ich war dann froh, als ich die beiden andern sah und wollte von meinem
Gemahl ein Händchen. Naja er hat es nicht geschnallt, dass ich ausser Atem bin und hat
mein Haendchen immer weggeschoben, da es ihn gestört hat, fuer mich beschissen. Ich habe
mich aber nicht abwimmeln lassen und mich an sein Wing gehängt. Ich habe mich so etwas
gefasst und wir haben uns an den Aufstieg gemacht. Als wir oben waren, war das
Schlauchboot schon da. Wir waren ein ganz schoenes Stueckchen von der Florette weg. Wing
war uebrigens o.k. An Bord hatten wir schon einiges an Lästerei zu hoeren.
Der Mittagstauchgang brachte uns zu Capo San Andrea, einem sehr schoenen Tauchplatz mit
Gorgonien. Durch den Vormittags-TG war ich schon noch etwas unruhig. Wir waren zwar im
Zeitfenster tauchen, aber wusste es das Zeitfenster auch ? Die Strömung lief etwas
chaotisch in alle Richtungen und eigendlich permannet aendernd. Wir haben uns die
Gorgonien angeschaut, aber die Deko im kleinen Rahmen gehalten.
Abends haette man Nacht-TG unterm Boot machen koennen, wir verzichteten aber, da man nach
so einem guten Essen keine Lust mehr auf Tauchen hat.
Montag 14.8.
Wir sind immer noch in Taormina. Da wir dieses Jahr zum 3. Mal hier sind und noch nie ein
längeres sightseeing gemacht haben, gingen wir heute am Morgen tauchen. Wieder Capo San
Andrea. Dieses Mal war quasi keine Strömung und wir trafen die vielen Gorgonien auf den
Punkt. Schoen war´s. Im Flachbereich waren viele Drachenköpfe zu sehen. Schoener TG
Nach dem Mittagessen liesen wir uns an Land bringen und es ging den Berg hoch in die
Stadt. Unser liebes Töchterchen maulte zuerst mal, als sie hoerte laufen, rannte dann
aber mit Walter den Berg im Galopp hoch.
Wir haben uns dann erstmal bei einem Kaffee erholt und dann das Amphitheater angeschaut.
Unser naechster Punkt war die Kirche ganz oben auf dem Berg. Dazu mussten wir einen langen
Kreuzweg (es war wirklich einer ) mit schoenem Blick hochlaufen. Wir erwischten es gerade
noch und konnten in die Kirche. So nebenbei entdeckten wir eine tolle Pizzeria mit
Aussenterasse mit Blick auf die ganze Gegend. Das konnten wir uns natuerlich nicht
entgehen lassen und haben dort gegessen. Tagsueber Blick auf Aetna, nachts alles
wunderschoen beleuchtet und ueberall Feuerwerke, schoen war´s. Irgendwann mussten wir uns
dann doch auf den Weg nach unten machen. Eine Lampe hatten wir natuerlich nicht dabei und
es war schon interessant, im Dunkeln ¾ h nach unten zu stolpern. Wir erreichten dann aber
noch rechtzeitig den Zodiak, das uns zur Florette brachte.
Der Einstieg war etwas feucht...Das Feuerwerk nachts war ganz nett, aber kein Vergleich zu
dem Blick von oben.
Dienstag 15.8
Heute war wieder Scilla angesagt. Dieses Mal ein Peak. Das erste gedachte Tauchen mussten
wir etwas verschieben, da die Strömung zu heftig war. Wir tauchten am Anker ab, da mal
wieder Strömung herrschte. Statt der angekuendigten 17m , landeten wir auf 35 m auf dem
Peak. Wir schauten uns etwas um, der Peak war sehr schoen bewachsen. Das einzige Manko die
maessige Sicht. Deko war wegen der Strömung am Anker. Nachdem
die VR3-Deko rum war, hatte ich heute keine Lust, nach Mares auszudekomprimieren und habe
mich entschlossen mal zu schauen, wie der Errormodus bei dem TC ausschaut. Er piepst nicht
allzu lange.
Mittags war dann der zweite TG auf dem Peak . Dieses Mal bei quasi keiner Strömung.
Schoen war´s... Der Mares funktioniert uebrigens, trotz Errormodus, als
Bottomtimer, gut zu wissen.
Mittwoch 16.8
Es ging wieder weiter... Da unsere Kinder noch nicht tauchen waren, haben wir uns heute
zum Familientauchen entschlossen. Ein flacher TG an Testa Grossa. Letzt endlich wurde es
Rudeltauchen, wir zu viert, Nuri, die nur flach taucht, und Lothar hatten sich auch noch
angeschlossen. Es gab an diesem TP in viele Ritzen zu leuchten und bei unsern Kindern ist
der Sammeltrieb ausgebrochen. Gott sei Dank hatte Guenter eine Plastiktuete dabei, so dass
die ganzen Muscheln untergebracht werden konnten.
Es ging dann weiter zu Secca die Capo, einer Untiefe, die auf 9m beginnt. Netter TG mit
Bloecken, vielen Ritzen abzuleuchten. Die 9m Deko haben wir am Felsen gemacht, den Rest an
der Ankerleine. Mal wieder Strömung.
Donnerstag 17.8
Wir fuhren weiter zum Stromboli. Tauchen ist dort immer am Strombolicio angesagt. Ist mein
Lieblingstauchplatz. Wir sprangen von der Florette ab und liessen uns bei leichter
Strömung entlang treiben. Die Gorgonien, die ab ca 25m beginnen, sind immer wieder
schoen. Dieses Mal konnte ich auch einen Zacki in einer Höhle beobachten. Schöner TG mit
wie so oft auf dieser Reise Rudeldeko.
Als Abendessen war heute Grillen angesagt. Nach dem TG segelten wir zum Stromboli und
liessen uns unter dem Vulkan treiben. Ist immer wieder schoen, Nacht, eine Flasche Wein,
ein gutes Essen und Blick auf den spuckenden Vulkan. Leider vergeht die Zeit viel zu
schnell...
Freitag 18.8.
Heute stand der Tag ganz im Zeichen der TG´s beim Strombolicio. Der Vormittagstauchgang
verlief aehnlich wie der TG am Vorabend. Schoen war´s.
Nachmittags nahmen wir zum 2. Mal auf dieser Reise unsere Kinder zum Tauchen mit (sie
wollten nicht oefter). Da flach geplant war, auch wieder Nuri, die nur mit duenner Hose
und T-Shirt tauchte (ich frohr schon bei dem Gedanken, so tauchen zu gehen) Auch unsern
Kindern gefallt dieser Tauchplatz sehr gut. Wir liessen uns wieder bei leichter Strömung
entlangtreiben.
Nach diesem TG liess sich ein Teil, u.a. auch meine Familie, an Land bringen, um in der
Pizzeria nochmals einen Blick auf den Vulkan zu haben. Ich habe mich fuer Nachttauchen
entschlossen. Dieses Mal hatte ich auch die andere Hülse und einen schwachen Brenner fuer
meinen Fischgrill dabei, so dass ich die Nacht nicht zum Tag gemacht habe und ganz brav
mit schwachem Halogenlämpchen getaucht bin. Habe mich fuer den Strombolicio entschieden,
da ich keine Lust auf Ankerdeko unter dem Boot hatte.
Ich hatte 2 Mittaucher, einer mit Shorty. Bei jeder Feuerqualle mit ihren langen Fäden,
bin ich gedanklich zusammengezuckt. Er ist nicht erwischt worden, hat sich aber
vorgenommen, beim naechsten Mittelmeeraufenthalt keinen Shorty mitzunehmen. Insges. war es
wieder ein netter Nacht-TG mit vielen Garnelen, Krebsen...Zwischenzeitlich haetten wir
etwas weniger Taucher an der gleichen Stelle sein koennen.
Matthias hatte an diesem Abend noch eine Beruehrung der andern Art. Beim Anzugwaessern
nach dem TG ist er in Feuerquallen reingesprungen. Essig half , aber wir hatten kein
Suesswasser mehr. Morgens waren es noch 1000 Liter, die bequem gereicht haetten, abends
nichts.... D.h. Matthias hat bis zum Hafen einen penetranten Essiggeruch verbreitet.
So langsam war die geplante Zeit fuer den TG rum, unsere Landgänger wollten geholt
werden. Wer hing wie immer noch an der Leine und dekomprimierte -> Klaus. Beim Anmachen
des Motors war seine Deko allerdings schnell vorbei J
Samstag 19.8.
Heute stand im Zeichen der Rueckfahrt und des Packens. Bis der viele Kram wieder
einigermassen getrocknet und verpackt war, war schon recht zeitaufwendig. Das 2. wichtige
Ereignis an diesem Tag, war der Geburtstag von unserm Töchterchen. Sie wurde 15 und
feierte es mal wieder auf der Florette. Morgens gab es Geschenke und sie wartete den
ganzen Tag auf den Geburtstagskuchen und hatte schon fast die Hoffnung aufgegben, als er
um 19 Uhr geliefert wurde. Lies sich leider nicht anders einrichten. Wir hatten es mit dem
Abschiedstrunk auf der Florette kombiniert. Im Anschluss ging es dann wie die letzten
Jahre auch in das Fischrestaurant. War wieder total lecker, aber wir sind fast geplatzt :J
Sonntag 20.8.
Ein Teil unserer Gruppe wurde schon recht frueh geholt. Wir mussten leider den ganzen Tag
tot schlagen, da unser Flugzeug erst um 22 Uhr ging. Kabinen mussten schon um 9 Uhr
geräumt werden, da die erste Gäste schon morgens kamen. Was also tun den ganzen Tag,
schlafen, lesen, einkaufen, Eis essen, schwimmen.... Der Tag zog sich wie Kaugummi bei
bleierner Hitze ohne etwas Wind.... L Gegen 19. Uhr kam dann endlich der Transferbus, der
uns zum Flughafen brachte. Hier war wieder mal das uebliche Chaos, keiner wusste Bescheid,
wie es mit den Flaschen funktioniert. Der Mann hinter dem Schalter war allerdings sehr
bemueht, es dauerte aber wieder ewig, bis wir eingecheckt waren. Da es schon recht spaet
war, gingen wir gleich weiter. Hier dauerte es dieses Mal deutlich länger mit den Lampen.
Als dies endlich fertig war, kam die Ansage Herr Mildenberger und Jaeckle bitte zur
Polizei. Es war damit zu rechnen, dass sie etwas in den Taschen sehen wollten und das war
auch so. Mein gefaehrliches Backplate musste inspiziert werden und Klaus musste sein
Calamarfanggeraet, das er gefunden hatte, zeigen.... Letzt endlich waren wir alle durch,
irgendwann sogar Walter, der kurzer hand versucht hatte, einen Tag frueher zu fliegen und
auch mit in der Maschine war. In Frankfurt war dieses Jahr sogar alles Gepaeck da und wir
konnten unser Gepaeck in den Transferbussen verstauen, was gar nicht so einfach war. Gegen
2.45 waren wir dann bei uns zu Hause. Die Richtung Bodensee und weiter fahren mussten,
tranken noch etwas und wir fielen dann irgendwann erschoepft ins Bett. Unser Gedanke: Gott
sei Dank, dass wir jetzt nicht mehr fahren muessen....
Waren mal wieder 2 schoene Wochen mit netten Leuten, mit denen wir einige interessante
Gespraeche gefuehrt haben, gedanklich das Drehbuch fuer Open Water 3 geschrieben haben und
auch manch anderen Blödsinn gemacht haben. Ich habe aus 2 TG´s einiges gelernt ;-)
Meine Gesamttauchzeit:1155 min bei einer Durchschnittsmaximaltiefe von 40m |