Diskussion zum Erlaß in Frankreich
Also, wir haben mehrere Basen in Hyeres interviewt und gezielt
nach der Interpretation der gesetzlichen Vorschirften gefragt. Einhelliger Tenor war, wie
bereits mehrfach gepostet:
- OWD-PADI-Taucher werden immer * eingruppiert.
- PADI AOWD u. höher machen ein Check-TG und erhalten bei Bestehen ein CMAS**-Brevet, das
nur für die Basis gilt.
- Das Regelwerk wird angewendet auf Bezieher taucherischer Dienstleistungen:
Teilnahme am Tauchprogramm der Basis, Transport zum Tauchplatz, Ausrüstungsverleih,
Tauchkurse, Schnuppertauchen, etc.
- Das Gesetz findet keine Anwendung auf Privattaucher, die nur Luft "kaufen"
wollen und ansonsten auf sich alleine gestellt sind.
(alles laut Aussagen von verschiedenen Basenmitarbeitern)
Im Web findet man:
>La plongée baptême (=Schnuppertauchen) est limitée à une profondeur de 6 mètres.
>Un plongeur Niveau 1 ne pourra pas dépasser la profondeur de 20 mètres.
>Un plongeur Niveau 2 ne pourra pas dépasser la profondeur de 40mètres.
>La profondeur maximum est de 60 mètres pour les autres niveaux.
(Quelle: http://www.sub-plongee.com/ =>
"conditions générales")
>Mich wuerde auch interessieren, ob die Tauchbasen "privaten" Tauchern
die Flaschen in der Praxis
>tatsaechlich fuellen.
Ja, ein Basenmitarbeiter, der es eigentlich wissen muss, sagte eindeutig, dass sich das
"arete" nur auf die kommerziellen Anbieter von Tauchdienstleistungen bezieht,
nicht auf den Verkauf von Tauchartikeln, worunter nach der Interpretation der Basen auch
Luft fällt. Auf Befragen sagten andere Basenmitarbeiter eindeutig, dass
Flaschenfüllungen nicht an ein Brevet gekoppelt sind.
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Claudia Prutscher
> Wenn man dann das PADI-Brevet zeigt, ist man ja aus
> französischer Sicht nicht tauchfähig und sollte also die Flasche auch nicht
gefüllt bekommen.
In Art. 1 dieses Arrêté steht ausdrücklich, daß die Verordnung (nur) für diejenigen
Einrichtungen gilt, die in Art. 47 des Gesetzes vom 16.07.1984 (Gesetz über die
Organisation und Förderung körperlicher und sportlicher Aktivitäten) genannt sind und
die die Ausübung des Tauchens mit Luft organisieren oder eine Ausbildung hierin bieten.
Daraus wird erstens deutlich, daß sich die Verordnung nicht an den "Privat-Padler in
seinem knallroten Gummiboot" richtet und daß die Basen dadurch zweitens auch
mitnichten daran gehindert sind, wem auch immer seine Preßluftflasche zu füllen.
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> Das ist so auch nicht ganz richtig.
> Ich war im Mai in St. Tropez. Dort wurden P...-Taucher gleichberechtigt
> behandelt. Ich als P...-Divemaster konnte ohne Probleme selbstständig an der Togo
tauchen.
Da hast Du aber Glück gehabt, denn streng juristisch gesehen war das illegal, was die
Basis da mit Dir gemacht hat. Daran ändern auch die Absichtserklärungen zwischen CMAS
und PADI nichts, solange die diesbezüglichen gesetzlichen Grundlagen eben nicht geändert
werden.
Ich selbst habe erlebt, daß ein PADI-Divemaster an Bord unseres Tauchbootes nur im Rahmen
von Niveau 2 tauchen und daher auch nur an Ausfahrten zu Zielen teilnehmen durfte, die
(auch) für Niveau 2 geeignet waren.
Die Auflagen für das Betreiben einer Basis sind in Frankreich ziemlich streng und
beinhalten z.B. auch das Führen von Tauchlisten. Auf denen muß für jeden Tauchgang u.a.
eingetragen werden, wer mit wem im Buddyteam unterwegs ist, welches Brevet welcher
Teamtaucher hat, welche Grundzeit beim Tauchgang erreicht wurde und auf wieviel Metern
jeweils wie lange Deko-Stop gemacht wurde. Diese Listen muß die Basis jeweils so lange
aufheben, wie der betreffende Taucher bei ihr taucht und jederzeit den zuständigen
Behörden vorlegen.
Die Kontrollen der "Affaires maritimes" finden dort sogar auf See statt (selbst
erlebt): Das Tauchboot wird zum Beidrehen aufgefordert, und der Verantwortliche an Bord
muß besagte Listen zur Überprüfung hinüberreichen, oder ein Uniformierter macht halt
mal einen kurzen Besuch an Bord. Wenn es da häufiger zu Beanstandungen kommt, droht dem
Basenbetreiber, daß er seine Lizenz verliert und den Laden schlicht dichtmachen darf. Zu
den Vorschriften, deren Einhaltung da so fleißig kontrolliert wird, gehört nebenbei
übrigens auch die, daß ein kommerzieller Organisator von Tauchausfahrten zwingend O2 an
Bord haben muß.
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Uwe Hercksen
Das eine Vereinbarung zwischen FFESSM und PADI einen Erlass eines Ministeriums nicht
aufhebt sollte eigentlich klar sein. Aber nach einer solchen Vereinbarung kann eine FFESSM
Basis die komplette Nichtanerkennung von PADI Brevets nicht mehr fortsetzen.
According to the agreement between PADI and the French Federation, all divers are now
welcome to dive in France regardless of certification organization. All that is required
is a medical form signed by a doctor and a license from the French Federation, which is
valid for one year and includes membership in the French Federation and insurance coverage
for the diver. Divers can use PADI's Medical Statement as long as it has a physician's
signature and stamp.
Die Einordnung von PADI Brevets muss natürlich noch festgelegt werden.
Ach ja, wegen veraltet und so, es gab zuerst den Arrêté von 91, dann den vom 22 juin
1998 und inzwischen noch eine Ergänzung vom 28 août 2000 sowie ein Gesetz (Loi) von
1984, siehe hier:
http://www.ctrbpl.org/index.html#sommaire
unter Documents : La LOI :
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Du solltest den Arrêté du 22 juin 1998 mal wieder genau lesen, da wird nicht nur CMAS
erwähnt, denn es gibt ja auch die Annexe I und II, da wird zuerst die FFESSM genannt,
dann CMAS, dann die FSGT und noch die ANMP und die SNMP.
Alle diese Organisationen werden nur in dem Anhang erwähnt, vorher ist nur von den
Niveaus die Rede.
Aber im Anhang steht nichts von CMAS-Niveau 1, 2 und 3, sondern von Plongeur 1 étoile,
Plongeur 2 étoiles, Plongeur 3 étoiles, Plongeur 3 étoiles (*), (*) Certifié à
l'étranger. Also CMAS * , ** und *** .
Annerose Mildenberger" <mildenbergers@yahoo.com> in d.r.s.t. im April 20002:
> > ;-) PADI-Taucher sind da eh arm dran -
sorry
doch, auf den meisten Basen in Frankreich schon... (:-))
> Sind sie nicht, auch nicht in Frankreich - auch sorry!
> Warum hat hier noch Keiner die Vereinbarung PADI->FFESSM erwähnt?
> Offenbar hat sich das auch bis zu Leo noch nicht herumgesprochen...
> drst-Archiv gucken, da finden sich massig Info aus den letzten Monaten
> zu diesem Thema. Danach kommen solche Behauptungen nicht mehr vor.
.. ich habe die Vereinbarung dieses Jahr mal erwaehnt.
Habe dann extra eine Anfrage bei PADI gestartet (auf Wunsch kann ich Dir gerne die
Antwort-mails schicken). PADI-Taucher koennen nun ein Kaertchen kaufen um in F. zu
tauchen, schoen...
Die ganze Zeit konnten sie bei Brevet ab AOWD nach check bis 25 m tauchen... (galt dann
halt fuer den Urlaub und die Basis)
Ich wollte dann von PADI wissen, was sich fuer die Brevets nach AOWD geaendert hat.
Antwort: Die koennen das Kaertchen auch kaufen, sollen zu PADI-Basis gehen, nach
PADI-Standards tauchen....
Weitere Antwort franz. Gesetz gilt...
Jedenfalls gibt´s da weiterhin keine Aeqvivalenzliste fuer divemaster/***, d.h. ein
divemaster darf so Basis will immer nur noch bis 25 m ohne TL
tauchen. Alles was tiefer ist braucht er immer noch den TL.
Mein Fazit nach den ganzen mails. Ausser dass PADI-Taucher ein Kaertchen kaufen koennen,
hat sich fuer sie nichts geaendert!!! Fuer die meisten Basen in F, brauchst Du um autonom
zu tauchen ein CMAS ***Brevet.
Irgendwann muss PADI doch anfangen * auf seine Brevets zu drucken (:-))
Gruss Annerose
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