Wenn Sie Google Earth auf Ihrem PC installiert haben (Download), können Sie sich den Platz hiermit auch anzeigen lassen! |
An der Grenze zwischen
Sachsen und Sachsen-Anhalt befindet sich ein für mich reizvoller Tauchplatz im Süden der
neuen Bundesländer, die Sandersdorfer Förstergrube bei Bitterfeld. Eine Tauchbasis des Delitzscher Tauchklubs ist auf dem Gelände des Campingplatzes am südlichen Ufer der Förstergrube westlich vom Strandbad (siehe Anfahrtskizze). Der Delitzscher Tauchklub ist alteingesessen und hat hier schon zu
DDR-Zeiten sehr erfolgreich Wettkämpfe im Orientierungstauchen veranstaltet. Zum ersten
Mal war ich wohl so um 1969 da. Der Tauchklub tut wirklich viel für eine gute "Tauch-Infrastruktur" auch für Fremdgäste. Wir sind da immer nett aufgenommen worden und haben meist eine angenehme Neuerung für bequemeren Zugang vorgefunden, so daß mir die Höhe des Eintritts schon gerechtfertigt erscheint. Es gibt Toiletten und sogar Übernachtungsquartiere. |
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Der Kontaktmann und "Platzhirsch" ist
Erwin (Preuß) bzw. seine Tochter Heike Tel. 03493 822 599 (wenn jemand in der Basis ist).
2009 ist die Basis von 7.30 bis 14.30 Uhr auch werktäglich besetzt (trotzdem vorher
anrufen) Die Basis liegt kurz hinter dem Ortsausgangsschild von Sandersdorf Richtung Zörbig auf der rechten Seite oder eben kurz vor dem Ortseingang auf der linken Seite, wenn man von der A9 (Abfahrt Bitterfeld) kommt. Von Sandersdorf kommend sieht man etwa 100m nach dem Ortsausgang rechts gleich hinter den Bahngleisen die Försterei liegen. Auf diese fährt man zu, überquert die Gleise und biegt kurz danach nach links auf den Weg parallel zu den Gleisen und zum Zaun des Strandbades ab. Nach weiteren 100m endet das Strandbad, und der Campingplatz beginnt. Genau dort liegt das Schiebetor, durch das man direkt zur Basis käme (Schild: Delitzscher Tauchklub), wenn es geöffnet wäre (meist nicht). Aber ein Abgesandter kann sich meist durch eine Ritze drängeln ;-)) und den Schlüssel holen. |
| Sonst eventuell zurückfahren zum
vorherigen Schiebetor (große Wellblechhalle), dort durch und zurück zur Basis. Erwin
sieht es nicht gern, wenn man sich gleich auf den kleinen Parkplatz der Basis mogelt,
gestattet das aber, wenn keine Einheimischen mehr zu erwarten sind. Ansonsten ausladen und
das Auto auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz abstellen. Viel Spaß beim Abtauchen oder auch nur beim Luftholen für Löbejün, das etwa 30km weiter liegt! |
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Der
Tauchklub hat einen bestimmten Teil der Wasserfläche (m.M. nach auch den interessantesten
Teil, die Bucht vor der Basis) gepachtet, der von Anglern und Bootsfahrern weitgehend
respektiert wird. In den restlichen Teilen ist Tauchen unerwünscht, um die friedliche
Koexistenz mit den anderen Wasserfreaks nicht zu gefährden, und ich möchte jeden bitten,
sich daran zu halten, weil hier in dieser Beziehung bisher noch relativ heile Welt ist. Die seit einigen Jahren aufgebaute Schleppanlage für Wasserski-Fans
habe ich noch nie in Betrieb gesehen, aber wenn...., dann möchte man sich dorthin nicht
gerade vertauchen und mal nach dem Wetter sehen. |
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Von ziemlich kleinkariert erscheinenden Nutzern
des Dauercampingplatzes wird man als Taucher allerdings manchmal mißtrauisch beobachtet
und ausführlich angemuffelt, wenn man sich mal auf die Badestelle des Campingplatzes
verirrt. Der "See" Förstergrube ist natürlich ein rekultivierter Braunkohlentagebau, der aber schon seit etwa 1960 für die Naherholung genutzt wird. Die Sichtweiten im See liegen meist über 5m, manchmal kommt regelrechtes Bergsee-Feeling auf. Algenblüte und Ausgasung der alten Kohleflöze führen zeitweise aber auch zu ziemlich deprimierender Stimmung, 2m Sicht sind aber auch dann zu garantieren. Für Tieftaucher wird allerdings nichts geboten, tiefer als etwa 18m zu kommen, ist mir noch nicht gelungen. Der Grund ist gebietsweise sanft gewellt und dicht bewachsen, an anderen Stellen schwebt man über schwarzem Kohleschlamm, der den gelben Streifen an meinem Neoprenanzug nicht gut getan hat. In Senken gibt es manchmal wie Spinnweben wirkende Schwebeteilchen (oder Algen?)-Schichten, in die einzudringen echt Überwindung kostet (nachts für zarte Gemüter eine Zumutung!). Fische und Krebse sieht man im Sommer reichlich (wirklich große Hechte, Karpfen, Schleie, Barsche, Aale....). Ich bin limnologisch oder ichtyologisch nicht gebildet, um näher klassifizieren zu können, es gibt einfach viel zu sehen, wenn man sich fürs "Kleine" auch interessiert. |
| Nachtrag 2001 1. Die Grube hat leider unter dem Zupumpen von Wasser aus
benachbarten Gruben (taucherisch) sehr gelitten. Bei meinem letzten Besuch im Juni 2001
war die Sicht maximal 3m, und der Grund war mit Schlamm bedeckt. Es gab kaum grüne
Pflanzen und praktisch keine Fische, nur Krebse. 2. Das Zugangstor zur Basis ist ständig abgeschlossen. Man muß mit dem Handy die o.g. Nummer anrufen, damit jemand kommt und öffnet. Nachtrag 3/2002 Der Wasserspiegel ist wieder etwa 20cm gestiegen, aber der Club hat den Platz für die Gasttaucher eifrig weiter ausgebaut. Das Wasser machte vom Ufer aus einen sehr klaren Eindruck. Die Quersicht war dann aber nicht viel besser als etwa 5m. Die Fische waren auch noch nicht aus dem Schlamm gekrochen (Wassertemperatur 6°C). Der Grund war immer noch sehr schlammig (Einspülung). |
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| Nachtrag 7/2003 Wir waren mal wieder in Sandersdorf und fast begeistert vom Zustand
der Förstergrube. Die Sicht betrug über 5m, der Pflanzenwuchs in der Uferzone hat sich
prima entwickelt, und so große Fische (Karpfen, Schleihe, Hechte, Aale, Barsche,...)
hatte ich seit 10 Jahren dort nicht gesehen. Das nebenstehende Foto ist wohl nicht aus der Förstergrube, gibt die heutige Stimmung aber perfekt wieder. |
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| Nachtrag 7/2009
WebSite
des Klubs
Basis
bei Google Nachdem wir die letzten Jahre immer so 2-3 Mal an der Förstergrube waren, gab's heute wieder mal ein besonders positives Erlebnis. Die Basis hat sich zu einem kleinen Schmuckstück entwickelt, sicher auch dank der ABM, die dort läuft. Die ermöglicht u.a., dass die Basis auch an Werktagen von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr besetzt ist. Die Gebäude leiden zwar immer noch an dem steigenden Wasser, aber auch dafür hat man Pläne. Die ganze Anlage macht einen netten und aufgeräumten Eindruck, und der Platz für die Gäste wurde nicht vergessen. Das Wasser war trotz der Regentage klar, die Quersicht jahreszeitlich bedingt allerdings nur etwa 5m. Der Bewuchs ist weit ausgebreitet, und es wimmelt von Jungfischen. Die Riesenkarpfen können fast erschrecken. Der ganze Platz ist regelrecht idyllisch; einfach erstaunlich, dass so wenig Taucher da waren (Freitag). |
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| Nachtrag 5/2011
Das Gelände ist richtig solide mit großer Technik aufgeschüttet worden, was hoffentlich ein paar Jahre reicht, wenn das Wasser noch weiter steigen sollte. Die Leute sind nett wie immer, und der Kompressor läuft schon wieder. Fahrt da bloß nicht hin, sonst wird's zu voll! |
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