| zurück Von: Torsten
K. 5. Mai 2002
Betreff: Re: Mecklenburger Seenplatte Lothar F.
an Newsgroups: de.rec.sport.tauchen > in dem Feldberger Seen gefunden. Hi, Autor: Matthes (200bar.de) Datum: 18-07-02 15:26 Auf meine Bitte, zu diesem Thema Klarheit zu schaffen, äusserte sich Herr Barthel (TB Oktopus) wie folgt: hallo taucher klarstellung der tauchbasis octopus: 1. tauchverbot seit 20.05.2002 im krüselinsee 2. gegen dieses tauchverbot legt die tauchbasis octopus rechtliche mittel ein 3. tauchen im schmalen luzin nur mit sondergenehmigung des staun nb 4. tauchen im schmalen luzin für gäste der tauchbasis octopus über vorhandenes kontingent an genehmigung möglich 5. sondergenehmigung kann jeder auch selber über antragsverfahren beantragen (staun nb) 6. tg im schmalen luzin sind in basisobolus (5,00/tag pro person) eingebunden 7. durch das einbinden der betreffenden seen in "europ. ffh-schutzgebiete" rechne ich mit weiteren drastischen einschränkungen für taucher. 8. unser anmeldeformular, das anmeldeverfahren und die preisbildung unterliegen den agb der fa. octopus Tauchverbot Krüselinsee Autor: Falk Wieland Datum: 12-07-02 Tauchverbote sind oftmals Quatsch, denn dort, wo Baden und Angeln erlaubt sind, sind Tauchverbote sinnlos. Badegäste verursachen, mal vorsichtig im wissenschaftlichen Limnologen-Deutsch ausgedrückt, einen punktuellen diffusen Nährstoffeintrag ins Wasser, der dazu führen kann, dass dort der Grund verödet. Angler entnehmen dem Gewässer Fische, gar nicht wenige übrigens, und die wichtigsten im Nahrungsnetz - die grossen Raubfische. Diese würden, sofern genug vorhanden sind, die Weissfische und Jungfischmassen soweit "niederfressen", dass das Zooplankton (Wasserflöhe) in gewisser Weise vor dem Frassdruck der sogenannten Friedfische verschont wird. Und das ist eine Tatsache: wenn viele und grosse Daphnien vorhanden sind, filtrieren diese das Phytoplankton (all die sichtverschlechternden kleinen grünen Punkte der "Wasserblüte") aus dem See. Unglaublich, aber wahr: Ein grosser Daphnienbestand kann das gesamte Wasser eines Sees einmal am Tag durch seine Filterkämme schicken. Das Wasser wird klarer, Licht dringt tiefer ein, grosse Wasserpflanzen wachsen und "verbauen" weitere Nährstoffe, die dem Phytoplankton nicht mehr zur Verfügung stehen .... Taucher hingegen entnehmen dem Wasser nichts, und selbst wenn wenige schwarze Schafe (Harpunettis) mal was entnehmen, steht das in keinem Verhältnis zu der A-offiziellen Angelei und der B-Entnahme untermassiger Raubfische, die weit verbreitet ist. Taucher tragen auch keine Nährstoffe ein, weil sie, Klartext, nur im absoluten Notfall in den Anzug pinkeln. Aber Taucher sind auffällig, diese Aktivität lässt sich gut verbieten und als Gewässerschutz verkaufen, ausserdem noch gut kontrollieren, da Taucher so nahe ans Gewäser ranfahren müssen, wie zulässig ist (manche leider auch noch näher ...). Wenn wir uns nur das Beispiel Stechlin ansehen, so ist für dort schon lange bekannt, dass 95% aller kritikwürdigen Verunreinigungen aus der Atmosphäre, schlicht der Luft der Industriestaaten Europas kommen. Wenn die restlichen 5% Anliegern, Badegästen und Wassersport angelastet werden, so beträgt der ärgerliche Einfluss des Tauchens irgendwie 0,0 XY %. Weil ich selber gern in Mecklenburg tauche, muss ich Euch allerdings empfehlen, Einschränkungen zu akzeptieren und nicht zu provozieren. Im Krüselin kann man ja auch gut schnorcheln gehen, eine Tauchmethode, die bekanntlich fit und schön macht: :-)) Viele der Fotos in meinen Büchern sind schnorchelnderweise entstanden. Das lohnt sich wirklich, denn man kommt an scheue Fische im Flachwasser viel besser ran als mit dem lauten Pressluftgerät. (Und Schnorcheln steht de jure dem Baden gleich.) Ausserdem stehen all die schönen Pflanzen im per Schnorcheln erreichbaren Gebiet. Und der Krüselin steht in dem Ruf, dass in ihm alle für Norddeutschland typischen Wasserpflanzenarten vorkommen. |