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Weitere Meinungen La Palma Juli 2001 Quartier
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Bucht und Hausriff von Los Cancajos mit Centro Commercial und einer Bettenburg im Hintergrund, felsige Strandlandschaft mit schwarzem, vulkanischen Sand und neu ausgebauten Strandanlagen bei ruhigem Wetter. |
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Vulkanlandschaft im Süden, durch die man fährt, wenn man die besten Tauchplätze erreichen will. |
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Die schroffen Hänge der Caldera de
Taburiente, des riesigen Kraterkessels im Norden, Hier ist die Landschaft einerseits felsig rauh und kahl, andererseits sehr grün bewachsen und teilweise triefend vor Feuchtigkeit - unbedingt ansehen. |
À propos ansehen, das ist eigentlich nur möglich, wenn man sich für einige Tage einen Mietwagen nimmt (Motorräder gab's leider nicht, obwohl das Straßennetz dafür herrlich wäre) und nach dem morgendlichen TG ins Land fährt (Achtung! Stickstoffpegel und Bergeshöhe beachten!). Mietwagen gibt's überall, man braucht also nicht vorzubuchen. Aber die Preise schwanken um mindestens 200%. Wir haben uns ein bißchen umgehört und schließlich für 7 Tage 25DM/Tag für einen kleinen kräftigen und fast neuen Toyota bezahlt (Vollkasko inkl., kein km-Limit). Und der Sprit kostet etwa 'ne Mark/l, Wahnsinn!!! Das Straßennetz ist herrlich ausgebaut, schmal aber gut asphaltiert und befestigt (EG-Förderung!). Das Fahren ist was für Bergliebhaber, zum höchsten Berg fährt man z.B. 39km in ununterbrochenen Spitzkehren und Steigungen um 20% - das macht echt Spaß!
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Die Landschaft ist das Faszinierende, die
Ortschaften boten für uns kaum Interessantes. Aber manchmal bildeten Häuser und Felsen
beeindruckende Ensembles, wie hier in Santa Cruz. Sprachlich kommt man zur Not auch ohne Spanisch mit Englisch, Deutsch und Pantomime durch. Wenn's gar nicht geht, wird man eben in die Küche gebeten und darf sich sein Mittagessen aussuchen. Über die vielen Supermärkte könnte man sich auch problemlos selbst versorgen. Die Preise sind moderat, da Vieles steuerfrei verkauft wird (EU-Sonderstatus). Auf jeden Fall muß man die einheimischen Bananen probieren, die einen ganz neuen Bananeneindruck verschaffen. |
Nun aber endlich zum Tauchen, wozu wir ja schließlich
hergekommen waren.
Wir haben uns also im Diving Center La Palma eingeschrieben, da eigenständiges Tauchen
(angeblich?) nicht möglich war. Eine andere Basis bot separat Flaschenfüllen an, wozu
soll das dann gut sein?
Unsere Voranmeldung
per Email beim Diving Center wäre wohl nicht nötig gewesen. Mehr als 10 Taucher waren
nie auf einmal da, oft waren wir drei allein (nicht unangenehm für uns). Es gab die
üblichen Formalitäten, sie spielten aber keine wesentliche Rolle. Hervorzuheben ist die
Flexibilität bei den Tauchgängen. Wünsche nach Zeit und Ort wurden gern gewährt, wenn
es sich irgendwie einrichten ließ. So sind wir mehrfach à dritt mit einem Guide zu
Tagesausflügen nach Süden gefahren, zu denen wir uns blitzblatz entschlossen hatten.
Etwas problematisch ist der Transport. Die TG erfolgen alle von Land. Man fährt also mit
dem Auto u.U. 40km nach Süden, taucht dort 2-mal und fährt am Nachmittag wieder zurück.
Das muß man mit dem eigenen (Miet)wagen tun, da die Basis außer für das Gerödel keine
Transportkapazität hat und keine Personentransporte ausführen darf, naja. Also,
Mietwagen oder Hausriff!
In der Basis, die eine Gerödelablage über die ganze Zeit, Toilette, Dusche und
Umkleideplatz mit Spülmöglichkeit im Innenhof des Centro bietet, sind etwa vier
deutschsprachige Guides und Tauchlehrer (PADI), die auf unterschiedliche Weise
kameradschaflich, nett und hilfreich sind. Es gibt genug Stahlflaschen (meist 12er, wenige
10er und 15er) mit DIN-Anschlüssen, um etwa 15 Taucher auf einem Tagesausflug
auszustatten. Zur Leihausrüstung kann ich nichts sagen, wir hatten unser Zeug mit. Mit
Flaschenventilen gab's öfter mal Probleme, die Flaschen wurden aber immer schön randvoll
gemacht. Sanikasten und Sauerstoff waren bei den Ausflügen dabei.
Es gibt Tauchgänge im Hausriff, Kurzausflüge zu
nahegelegenen Tauchplätzen und Tagesausflüge (2 TG) zu den besten Tauchplätzen um die
Südspitze (wie oben schon genannt). Die Tauchplätze werden
prinzipiell von allen drei Basen angefahren, je nachdem, wie Wind und Wellen es bestimmen.
Zu den TGn im Hausriff, die locker einmal vormittags und einmal nachmittags stattfinden,
zieht man sich vor der Basis um und tappelt dann etwa 200m zum Strand runter und nach dem
TG wieder hoch. Das streßt anfangs ein bißchen, ist aber wirklich kein großes Problem.
Vom Hausriff
ausgehend gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, interessante TG zu machen. Ungünstig
wird's bei solcher Brandung, wie auf dem Bild, die das zu Wasser kommen verhindert. Wenn
dann kein Auto für Ausflüge da ist, steht man auf dem Schlauch.
Alle TG wurden prinzipiell begleitet. Die wiederholten TG am Hausriff hätten wir schon
ganz gern allein gemacht, wie wir es aus Kroatien, Madeira oder El Quseir gewohnt sind.
Aber da führte leider kein Weg rein, wobei ich zugebe, daß ich die diesbezüglichen
spanischen Verordnungen nicht kenne.
Die TG wurden kompetent und sehr vorsichtig geführt, manchmal wären wir schon gern etwas
laxer mit der 40-m-Marke umgegangen ;-)) oder bei der hohen Brandung noch ins Wasser
gesprungen. Andererseits wurde aber auch problemlos eine etwa 60m lange Meereshöhle in 6m
Tiefe betaucht, die für mich ein Höhepunkt war, weil ich gern in solchen Löchern
rumkrauche, bei der ich aber doch vom Teilnehmerkreis und Ausrüstung her mehr Bedenken
gehabt hätte.
Die Wassertemperaturen waren angenehm zwischen etwa 22 und 24°C. Meine Frau ist durchweg,
auch 50-min-TGs, mit Shorty getaucht und ich zum Schluß nur noch mit long John und
T-Shirt. Die Guides vermieden allerdings, uns UW anzusehen, um nicht jedes Mal mit den
Zähnen zu klappern ;-)).
Nehmt immer eine Lampe mit, in den vielen Löchern und Spalten ist das meiste los.
Muränen, Rochen,... waren schon da, man mußte eben ein bißchen suchen und genau
hingucken.
Abrechnung und Bezahlung waren völlig problemlos. Es wurde korrekt abgerechnet und in
spanischer Währung bezahlt, die man vorher vom EC-Automaten holte. Die Preise für die
Tauchgänge sind im Vergleich zu unseren bisherigen Erfahrungen relativ hoch, die
ständige Begleiterei ist natürlich auch aufwendig ;-((
Atlantik 28° |
Diving Center La Palma |
Tauchpartner La Palma |
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| geführter TG mit Flasche + Blei | 37 DM |
44 DM |
43,50 DM |
| Zuschlag Tagesausflug | ? |
10 DM |
? |
| Rabatt | jeder 6. TG frei |
10% ab 10 TG |
10er Paket 388 DM |
Der gemeine Urlaubstaucher ist unbescheiden, er mäkelt an allem rum, wenn er's schon mal
besser hatte. Uns hat von der Taucherei her Madeira deutlich besser gefallen, mehr Fisch,
bessere Sicht und mehr individuelle Freiheiten. Aber vielleicht lag's auch am strengen
Wetter und dem fehlenden Boot.
Wir sind jedenfalls wieder gut zu Hause angekommen. Wo tauchen wir denn im nächsten
Sommer?