-Malediven - Februar 2004 Bootstour mit der Dorado Lohifushi - Island Resort Dirks Bericht von 1998 PDF dieses Berichtes 1MB Bilder von Elke und Olli |
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| Nachdem wir lange um den heißen Brei (weit,
teuer, Korallenfriedhof, Inselkoller,...) geschlichen sind, waren wir (ein Paar älteren
Semesters mit langjährigen Taucherfahrungen) vom 8. bis 23. 2. 2004 das erste Mal auf den
Malediven, eine Woche auf dem Boot und eine Woche im Insel-Resort, eine Kombination, die
wir gleich mal weiterempfehlen können. Bei der Wucht der Angebote hatten wir darauf verzichtet, gleich DAS beste Boot und DIE schönste Insel zu finden und einfach auch das gebucht, was Freunde von uns sich schon ausgesucht hatten (bei ORCA über BlueDreams, pro Person 1.238 für 7 Tage HP auf Lohifushi & Flug, 566 für 7 Tage VP & Tauchen auf der Dorado). |
| Große Vorbereitungen haben wir sonst nicht getroffen,
endlich wieder im Schwimmbad trainiert, mal ins Sonnenstudio gegangen, Dollars getauscht
(netter Kurs diesmal), Kreditkarte eingesteckt, da EC-Karte nutzlos,... Handy war dann überall möglich, es gingen nur nicht immer alle Dienste, z.B. SMS nicht. Wir ließen unseres einfach zu Hause. Vollständige Tauchausrüstung und gängige Medikamente nahmen wir mit, so fehlte es uns an nichts. Zu empfehlen ist die Dekoboje, damit man nach dem Strömungstauchgang wieder aufgesammelt wird, und zwei Lampen, wenn man Nachttauchgänge machen und die Lampen nicht teuer leihen will. Medikamente gegen Erkältungen können sehr nützlich sein, die Klimaanlagen schlagen erbarmungslos zu (Hallo Elke!). Die LTU (30kg Tauchgepäck frei) schaukelte uns dann in 8,5h von München nach Male/Hulhule, wobei ich finde, daß der Service im deutschen Ferienflieger immer schlechter wird (schlechtes Essen, defekte Toilette, 8h lang dasselbe Hörspiel auf dem Tonkanal,...). Unser Flug mit der Thai Air war 2003 dagegen wesentlich angenehmer. Der herrliche Anflug auf Male versöhnte dann wieder mit der Welt ;-)) |
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| Die 30°C Temperaturunterschied zwischen zu
Hause und Hulhule schlauchten ganz schön, und man takelt schnell auf Kurzes um, was
(hoffentlich) griffbereit im Gepäck ist. Ansonsten war alles gut organisiert, wir standen auf der richtigen Liste und warteten nur noch, bis der Rest der Gruppe eintraf, um dann mit dem Dhoni zur Dorado zu tuckern, die draußen auf Reede lag. Andere erwischten's nicht so gut, ihr Resort war überbucht. Sie saßen erst 8h rum und mußten sich kümmern, um noch was Gutes zu organisieren. |
-Bootstour mit der Dorado Tel: 00960 32 6309 Reiseroute im Male- und Ari-Atoll - |
| Die Dorado ist ein
18-m-Holzboot, das schon etwas älter, aber innen schön hölzern ausgebaut ist. Es gibt 6
Doppelkabinen unter Deck, eine im Heck mit Doppelbett, sonst mit stufenförmigen
Doppelstockbetten. Alle haben eigene Dusche und Toilette, Klimaanlage, zwei Bullaugen. Sie
sind ziemlich eng und bieten relativ wenig Stauraum. Leere Hartschalenkoffer konnte man
aber problemlos oben im Salon unterbringen. Leider war einiges Ungeziefer in den Kabinen bemerkbar, das Boot wurde deshalb auch nach uns desinfiziert (natürlich wegen der Kakerlaken ;-) Aber außer zum Umziehen und Schlafen waren wir sowieso nicht in den Kabinen. Mit abends laufender Klimaanlage und dann in der zweiten Nachthälfte geöffneten Bullaugen konnte man gut in den Kabinen schlafen (kein Dieselgeruch). Etwa die Hälfte von uns schlief trotzdem an Deck auf Schaumstoffmatrazen. Zum Zudecken reichten Laken, Schlafsäcke mitzubringen, ist nicht unbedingt erforderlich. Einen Windschutz mußte man sich aber manchmal bauen. Am Bug ist ein überdachtes Deck mit Sitzplätzen (Essentafel und Liegestühle). Von den maximal 12 möglichen Plätzen auf dem Boot waren bei uns nur 10 besetzt. Mit 12 wäre es vielleicht doch ein bißchen eng geworden. Ein freies Sonnendeck ist auf der Bootskajüte, das aber fast nur zum Trocknen der Ausrüstung oder nachts zum Sternegucken genutzt wurde. Die seitlichen Laufgänge vom Heck zum Bug sind relativ schmal. In der Kajüte gibt es neben dem Fahrstand 2 große Sitzecken, auf denen wir bei schlechten Wetter auch alle Platz gehabt hätten. Die Dorado war mit 4 Mann und Ibrahim, dem einheimischen Tauchguide, besetzt. Die Jungs erwiesen sich als sehr hilfsbereit, flexibel und freundlich. Verschmitzt waren sie immer für einen Scherz zu haben und fieberten alle im Ehrgeiz, den Gästen z.B. einen Walhai zu zeigen. |
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| Der Smutje, der auch ein exzellenter traditioneller Tänzer zur Trommel war ;-), verwöhnte uns mit drei schmackhaften Mahlzeiten am Tag. Meist gab es sehr verschiedenartigen fangfrischen (herrlichen) Fisch und auch mal Huhn, sowie Gemüse, Reis, Nudeln, Pommes frites,... | ![]() |
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| Nach kurzer Gewöhnung
des Kochs an die (Fr)Eßgewohnheiten der Tauchmannschaft war auch von allem ausreichend
da, Puddings oder Früchte zum Nachtisch, danach immer Kaffee/Tee,... 1,5l Wasser/Person und Tag gab's inklusive, weitere Getränke waren mit erträglichem Preis zu bezahlen (Bierbüchse $3). An einem Abend veranstaltete die Mannschaft mit netten Ideen für uns ein gut gemeintes Barbecue am nächtlichen Strand einer unbewohnten Insel. Zum Abschluß des Turns gab's dann eine kleine Fete mit Trommelmusik, einheimischem Gesang und Tanz und einer Flasche Whisky vom Bootseigner. Die Atmosphäre an Bord zwischen den Gästen und zwischen Gästen und Mannschaft war entspannt und kameradschaftlich, was bestimmt maßgeblich zum Erholungseffekt der Tour beitrug. |
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| Ein Tauch-Dhoni mit 2 Mann
Besatzung begleitete das Boot. Es hatte eine Heckkajüte, wo der Kompressor stand (altes
Dräger-Teil) und ein Freideck für die Taucher. Eine Toilette war an Bord. Die Flaschen wurden in einiger Entfernung vom Hauptboot gefüllt, wir haben den Lärm nie gehört. Es gab 12-l-Alu-Flaschen, teilweise neu, mit DIN-Anschluß und INT-Einschraubern. Bedingt durch die Hitze und den etwas altertümlichen Kompressor waren sie allerdings meist ziemlich knapp gefüllt, 180bar im Wasser. Ein DAN-Koffer mit Sauerstoff war auch mit dabei. Was mir nicht gefiel: Auf dem Freideck ohne Festhaltemöglichkeiten gab es nur zwei kleine Bänke für maximal 6 Taucher, angerödelt war das bei Seegang manchmal ziemlich problematisch. |
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| Die Tauch-Leiter wackelte in den Aufhängungen und hakte sich manchmal aus. Die Stufen aus dünnem Rundmaterial waren mit nackten Füßen sehr unangenehm (einige hatten nur Schnorchelflossen). | ||
| Täglicher Ablauf
an Bord: - zwischen 6 und 7 Uhr wecken, aber es lohnte sich!, um 6:20 Uhr ging die Sonne auf, - Kaffee/Tee und Kekse an Deck, Gääähn! - Morgen-Tauchgang in der Nähe des Nacht-Liegeplatzes, oft unsere besten Tauchgänge, - Frühstück, endlich! - meist Fahrt zum nächsten Platz, manchmal (zwischen Atollen) bis zu 4 Stunden, - faulenzen bis zum nächsten Tauchgang, - zweiter Tauchgang zwischen 11 und 13 Uhr, - Mittagessen an Deck, - schlafen/sonnen/schwatzen bis zum dritten Tauchgang, - 15-17 Uhr dritter Tauchgang, - kleiner Keksimbiß, - faulenzen, eventuell Inselausflüge, - 19-20 Uhr Abendessen, - 1 mal Nachttauchgang inklusive gegen 18:30 Uhr, - 22 Uhr Nachtruhe (meistens ;-) |
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| Tauchen auf der Bootstour Wenn man den Urlaub hauptsächlich mit Tauchen verbringen will, gibt es wohl
nichts Besseres, als das von so einem kleinen geeigneten Boot & Dhoni aus zu tun wie
der Dorado . |
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Die meisten TG waren Strömungstauchgänge, manchmal mit erheblichem Tempo und einmal auch als Fallströmung. Überwiegend kamen wir begeistert aus dem
Wasser, aber natürlich waren auch Tauchgänge dabei, über die nichts weiter zu sagen
war. Da mußte dann immer jemand an den heimischen Baggersee erinnern ;-)). |
| Die Wassertemperaturen lagen immer mindestens
bei 25°C, auch auf 30m. Getaucht wurde mit 3-mm-Overalls oder Shorties, in erster Linie
für den Körperschutz, sonst hätte es auch Badezeug getan. Mehrmals hatten wir am späten Nachmittag auch Gelegenheit, Hotelresort- und auch Einheimischen-Inseln anzusehen, ganz interessant, aber hier vielleicht zu weit führend. |
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-Lohifushi - Island Resort Tel: 00960 312106 Fax: 00960 324783 - |
| Lageplan
Lohifushi Nach
herzlichem Abschied von der Bootscrew und einer netten Nacht Zwischenaufenthalt auf Male
(tausende Autos, Motorräder und Mopeds auf dieser Rieseninsel ;-)) verbrachten wir die
zweite Urlaubswoche im Insel-Resort Lohifushi, eine halbe Speedboot-Stunde nördlich von
Male im Nord-Male-Atoll. |
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| Es gibt drei Klassen von
Bungalows, dritter Klasse ohne Klimaanlage, zweiter Klasse (Superior) mit Klimaanlage und
etwas größer und erster Klasse mit Fernseher und noch etwas größer. Der Bungalow wurde
zweimal am Tag betreut, mit dem Service waren wir voll zufrieden. Obwohl die Flächen früher Sumpf waren, bemerkte man kaum Mücken. Allerdings fand fast jeden Abend eine chemische Behandlung der Gegend statt, die wohl auch für die relative Armut an Vögeln und anderem Getier verantwortlich ist. Die Insel hat im gesamten Bungalow-Bereich einen sehr schönen Strand, die Strandliegen sind den Bungalows zugeordnet. Bei Ebbe ist das Wasser allerdings bis zur Riffkante (200m) kaum knietief, bei Flut kann man in einigen Kuhlen einigermaßen schwimmen, für kleine Kinder sicher ideal. Tagsüber ist von der Touri-Menge am Strand nichts zu spüren, erst abends im Restaurant sieht man die Masse. Die Rezeption, eine Strandbar, ein freies Restaurant und das Restaurant für die Tourimalzeiten bilden ein hübsches Ensemble in einheimischem Stil am Ausgangspunkt des Piers. Es gibt nur zwei kleine Souvenirläden. |
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| An der Rezeption kann man
kostenlos einen Safe für Wertsachen nutzen. Alle Zusatzleistungen werden auf Bungalownummer angeschrieben und erst bei der Abfahrt abgerechnet (in $). Wir hatten Halbpension gebucht und kamen damit problemlos ohne weitere Restaurantbesuche aus. Frühstück und Abendessen waren abwechslungsreich und reichlich, und man aß natürlich viel zu viel ;-)). Landesüblich gab es viel Fisch und Geflügel, aber auch mal Rindfleisch oder Würstchen. Einheimische Küche stand in gutem Verhältnis zu internationalen Gerichten - wir waren sehr zufrieden. Auch die Preise der Getränke hielten sich in normalem Rahmen. Schwimmen und schnorcheln sind am besten vom Kopf des schönen Steinpiers möglich, der etwa 200m bis zur Kante des Hausriffs ausgebaut ist. Er dient auch als Anlegestelle für Dhonis und Speedboote (kleines Hafenbecken ausgebaggert). Der Schnorchelbereich am Hausriff ist wegen der manchmal relativ starken Strömungen im Kanal zwischen Lohifushi und Kanifolhu durch eine Boje ziemlich eingeschränkt. Aber wenn der Rescue Boy nach pflichtgemäßen Ermahnungen merkt, daß man mit Flossen umgehen kann, findet er sich mit weiten Schnorchelausflügen ab. |
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| Das Schnorcheln lohnt sich hier
wirklich und war eigentlich interessanter als die Tauchgänge mit dem Dhoni. Wir sahen
Schildkröten, Delphine, kleine Haie, einen Rochen, Muränen, Napoleons und jede Menge
Kleinfisch. Wir haben auch einmal einen Nachtschnorchelgang mit Lampen versucht, dabei aber seltsamerweise nichts Interessantes gesehen. |
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-Lohifushi Diving Center Tel: 00960 44 3451 Preisliste Tauchbasis Lohifushi Tauchplätze Lohifushi - |
| Auf Lohifushi gibt es EINE
Tauchbasis; diese auf den Malediven übliche Monopolstellung scheint das Problem zu sein. Es ist eine PADI-Basis unter deutscher Leitung, mit einem weiteren
deutschsprachigen Guide, einer Japanerin und etwa drei einheimischen Guides. Die Basis ist
nahe der Rezeption gelegen, hat zweckmäßig ausgestattete Räume und war für den
aktuellen Andrang voll ausreichend. Es gibt mehrere saubere Spülbecken für die
Ausrüstung und einen Trockenraum, wo die persönlichen Kisten stehen. Die Leihausrüstung
war visuell in gutem Zustand. Unangenehm auffallend war der Trinkgeld-Zwang für die
Dhoni-Besatzung. Hier scheint nicht der Arbeitgeber (Tauchbasis) zuständig für die
ordentliche Entlohnung der Hilfskräfte, sondern die Taucher zusätzlich zum Entgelt für
die Tauchgänge (immerhin $39 für einen Bootstauchgang)!
Auf einen Checktauchgang wurde verzichtet, da wir schon eine
Woche maledivisches Tauchen hinter uns hatten. |
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| Im Gegensatz dazu konnte man als
"entry-level-diver" aber am Riff völlig selbständig tauchen, auch bei
ziemlicher Strömung. Wir durften sogar weniger erfahrene Taucher führen, da der Guide
mit Ausbildung beschäftigt war. Ob Taucher z.B. mit Signalbojen ausgerüstet waren, wurde
dabei mit keinem Blick kontrolliert.
Das Hausrifftauchen war gut organisiert. Nach Eintragung in eine Liste am Vortag standen die gewünschten Flaschen am Einstieg am Stegkopf, das hat immer gut geklappt. Der Taucher transportiert die eigene Ausrüstung zum/vom Einstieg (etwa 300m) selbst. Das Hausriff ist schon ein bis zwei Tauchgänge wert. Für den täglichen Besuch reicht allerdings Schnorcheln aus (s.o.). Wir hatten ein 5er Paket mit der Reise vorgebucht. Durch den
günstigen Dollarkurs war dessen Preis mit dem Vor-Ort-Preis fast gleich. Auf weitere
Tauchgänge haben wir wegen der für uns unangenehmen Randbedingungen dann verzichtet und
waren lieber schnorcheln. |