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Diskussion im TaucherNet |
| Einige aus unserer Boots-Gruppe mussten wegen des
begrenzten Kontingents von Marsa Alam sogar den 4-stündigen Transfer von Hurghada in Kauf
nehmen. Der Flieger war wirklich voll! Anreise Alle Flüge erfolgten mit Condor, die 30 kg Tauchgepäck frei befördern. Lampen müssen im Handgepäck untergebracht werden, und der Akku ist auszubauen. Bei den Flügen gab es keine Probleme, lediglich wegen fehlender Passagiere oder Gepäck kam es zu kurzen Verzögerungen. Die Qualtät des Essens während des Fluges war meiner Meinung nach eine Zumutung, aber naja, nur Touristenvolk. Etwa vier Stunden brauchten wir für den Flug von München nach Marsa Alam. Auf dem Flughafen von Marsa Alam wurden wir günstigerweise von Blue Wave Safari schon aus der Schlange gewinkt, mit dem Einreise-Visum versorgt (20 Euro) und dann am Ausgang zu Kleinbussen geführt, die uns zum nahe gelegenen Hafen brachten. Dieser Flughafen Marsa Alam war sowas von angenehm gegenüber denen von Hurghada oder Sharm, wenig Gehetze und Gedrängle, schnelle Abfertigung, keine Belästigung durch 'Dienstleister'. |
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| Der Transfer dauerte etwa nur 10 Minuten. Auf
der Ramadan empfing uns Thorsten, unser Guide für die folgende Woche, und wir waren am
Ziel eingeschlagen. Den Hafen kannten wir schon von 2002, damals waren nur die Hafenbecken zu sehen, jetzt gab es immerhin einige rohbaufertige Häuser, an denen etwas halbherzig weitergebaut wird, und das interessant aussehende Hafenamt. Wir mussten die Nacht im Hafen verbringen, da das Tanken erst am nächsten Morgen möglich war und auch die Ausfahrt aus dem Hafen nur zu bestimmten Zeiten erfolgen durfte. |
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| Die Freigabe für die Ausfahrt erfolgt erst
nach Kontrolle durch den Hafenkapitän, was ein ziemlicher bürokratischer Akt zu sein
scheint, zu dem z.B. Kopien unserer Reisepässe erforderlich waren (also welche
mitnehmen!). Einige aus unserer Gruppe hatten das Pech, dass ihr Gepäck nicht vollständig mitgeliefert worden war. Damit war das Tauchen für sie ziemlich gefährdet. Durch ein paar kleine Zukäufe an Bekleidung im einzigen schon intakten Hotel, dem Coral Beach, und die freundliche Bereitstellung von redundanter Ausrüstung durch andere Mitreisender ließ sich die Sache aber noch hinbiegen. Auf dem Boot gab es leider kein kleines Lager von Ausrüstung, mit dem man den Pechvögeln hätte helfen konnen. |
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| Das scheint mir nicht gerade
kundenfreundlich, da man in dieser Situation ja keine Möglichkeit hat, notwendiges
nachzukaufen, wie das an einem normalen Ort möglich wäre. Ein kleines Abkommen mit einer
erreichbaren Tauchbasis wäre ja auch denkbar. Na, am nächsten Morgen ging es jedenfalls pünktlich los, und wir dampften dem ersten Tauchplatz entgegen. |
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| Das Boot Zur MY Ramadan Safaga IV wurde im TaucherNet schon viel geschrieben, was ich hier nicht alles wiederholen möchte. Die konzentrierten Mäkeleien dort sind sicher genauso wenig angebracht wie die übertriebenen Rechtfertigungen (... ja, aber bald geht's in's Dock!). Sicher ist das Tauchen dort herrlich für uns, die Ausnutzung dieser Sucht für die Gewinnmaximierung der Veranstalter scheint uns an einigen Randbedingungen auf dieser Tour aber schon recht deutlich. Der herausragende Vorteil dieses Bootes ist auf jeden Fall seine Größe und seine kräftige Motorisierung. Dadurch liegt es bei starker frontaler Welle immer noch relativ ruhig und kann auch größere Strecken ausreichend schnell zurücklegen. Aber abgesehen von einigen Fehlkonstruktionen, mit denen man wohl leben muss, gibt es jede Menge Details, die man längst hätte korrigieren müssen, um nicht seine Gleichgültigkeit gegenüber der Kundschaft zu zeigen. |
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Gegenüber
unseren vorherigen Bootsreisen stachen positiv heraus die Größe der Kabine, der Betten
und der Messe. Die Klimatisierung, Bordspannungs- und Getränkeversorgung
funktionierten, Geräusche der Motoren und Kompressoren waren erträglich. Mit dem Geruch
in der Kabine, dem Wassergeschmack beim Zähneputzen und dem morbiden
Charm mancher Anlagen konnte man leben, wenn man darüber erhaben war ;-). |
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| Erfolgsentscheidend auf 'ner Bootssafarie, wo
man unausweichlich mit fremden Menschen zusammenhockt, ist ja auch immer das
zwischenmenschliche Klima, neudeutsch: die Chemie. Die hat bei den 24 Sportfreunden bei
dieser Tour erfreulich gut gestimmt. Wir als Einzelpärchen wurden von den beiden großen
Freundeskreisen, aus dem der Rest überwiegend bestand, problemlos eingemeindet und in den
Urlaubsfrohsinn und die Fürsorge beim Tauchen einbezogen. Es gelang mir nur, ganz wenige
Solotauchgänge zu machen ;-) Die Möglichkeit zum Kennenlernen fremder Lebenslinien
(waren wir die einzigen Ossis?) ist für mich zu einem wichtigen Punkt auf solchen Touren
geworden. Netter Nebeneffekt der Harmonie war auch, dass wir am Ende (fast) alle unsere
reichlich geschossenen Digitalfotos zusammenschmissen und Norbert daraus eine DVD für
jeden machte (danke an Nobse!). Klar, wenn der Urlaub vorbei ist, geht jeder wieder seinen Geschäften nach, aber die Harmonie wirkt schon noch ein bisschen nach. |
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| Das Tauchen Deswegen waren wir ja alle gekommen, kein einziger Nichttaucher dabei. Bootstouren sind unbestritten das Beste, um maximal zu tauchen. Wir tauchten absolut selbständig in Zweier- oder größeren Grüppchen, die sich zwanglos zusammenfanden. Orientierungsmäßig waren die TG alle sehr einfach. Entweder ging's vom Schiff weg zur Riffkante, dort nach Belieben oder Empfehlung linke oder rechte Schulter am Riff lang und ab 100bar wieder zurück. Oder ein Schlauchboot fuhr 6er-Grüppchen auf die Luv-Seite vom Riff, und wir paddelten gemütlich zum Schiff zurück. Einzige Unwägbarkeiten waren Strömungen, auf die man unterwegs hätte treffen können und das Wiederfinden unseres Schiffs, das sich meist mit vielen anderen auf der Lee-Seite zusammenkuschelte. Aber unser großer Pott mit seinem Ballastkasten unterm Heck war kaum zu verkennen und hatte noch dazu immer eine schöne blaue Leine liegen und im Dunkeln eine Blitzboje draußen. Wem die Luft nicht für den Rückweg reichte, der ließ seine Boje hoch und sich vom Schlauchboot einsammeln. Das klappte mit der aufmerksamen Crew prima. Nach dem TG gab's keinerlei Tiefenkontrollen oder dergleichen, was wir woanders schon lieben gelernt hatten :-( Die alten Bootshasen wissen, wie's läuft, für die Neueinsteiger will ich mal den Ablauf schildern. Getaucht wurde vor dem Frühstück, 2 Stunden danach zum zweiten Mal, dann wieder 2h nach dem Mittagessen und oft auch noch im Dunkeln (ab 6 Uhr finster) vor dem Abendbrot. Man konnte also in 6 Tauchtagen etwa 20 Tg machen. Wer wollte (und bezahlte), konnte Nitrox nehmen, wobei die verbrauchbare O2-Menge feststand und man sich das einteilen musste. Zu den gewohnten Zeiten wurde die Glocke geschlagen, alle strömten auf das bequeme Promenadendeck, wo Guide Thorsten anhand einer jedesmal neu erstellten Riffskizze den folgenden TG erläuterte und uns zu verantwortungsvollem Verhalten vergatterte (neudeutsch: Briefing). Das tat er ausführlich, kenntnisreich und humorvoll, so dass wir uns gut informiert fühlten. Danach ging's runter auf's Tauchdeck, wo die Flaschen mit anmontierter Ausrüstung in Halterungen standen und die Anzüge auf festen Bügeln im Wind hingen. In der Sitzbank hatte jeder sein Fach, um die restlichen Sachen unterzubringen. Platz zum Anziehen war genug, da alles für etwa die doppelte Taucheranzahl konzipiert war. Nach dem Anplünnen, bei dem die Crew auch bereitwillig zugriff, ging man einfach ein paar Schritte zum Heck auf die Plattform, versenkte sich oder stieg ins Schlauchboot. Was für eine Bequemlichkeit gegenüber Landtauchgängen oder gar einem Tauchausflug zu Hause! |
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| Bei der Rückkehr wurde einem
sofort die Flasche aus dem Jacket gezogen und man fand eine neue in der Halterung am Platz
vor (die Nitroxjünger etwas später). Vier Duschkabinen auf dem Tauchdeck boten genug
Platz zum Entwässern und Entsalzen. Die Qualität der Tauchgänge war meist beeindruckend, wir wären allerdings lieber länger im Süden geblieben und hätten dafür auf einige Unterwegsriffs verzichtet, ... man kann wohl nicht alles haben. Großfisch zeigte sich sehr selten, richtig tief waren wir auch kaum, aber sonst gab's wirklich schöne Fauna und Riffformationen. Besonders herausragend für mich, das Cave Reef und ein später Tauchgang, der zum Nachttauchgang ohne Lampe wurde. Wind und damit Welle schränkten unsere Möglichkeiten wohl etwas ein. Manchmal schien mir die Vorsicht auch ein bisschen vorgeschoben, denn wir hatten überhaupt nichts auszustehen, weder starken Seegang noch störende Strömung. Aber ich will mir nichts anmaßen... Die Wassertemperaturen variierten zwischen 22 (Norden) und 26°C (Süden), so dass wir zwischen Shorty mit und ohne 5mm-long-John wechselten. Der stetige Wind zwang einen aber doch, wenn man nicht gerade im Windschatten und Sonnenschein lag, Pullover und Mütze zu tragen. Ja, und zwischen den Tauchgängen ---> |
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Resümee |
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| p.s.: Meinungen (auch konträre) oder Ergänzungen von Mitfahrern werde ich gern hier dranhängen! | |
| zurück zu Reisen | Letzte Änderung: 13.10.2009 |